Hamburg-Rotherbaum : Merkwürdiger Geruch: Schule geräumt, Ursache unklar

Schüler und Lehrer der Staatlichen Fremdsprachenschule in Hamburg klagten über Reizungen in den Augen und Unwohlsein. Die Feuerwehr räumte das Gebäude.
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Schüler und Lehrer der Staatlichen Fremdsprachenschule in Hamburg klagten über Reizungen in den Augen und Unwohlsein. Die Feuerwehr räumte das Gebäude.

Als Schüler und Lehrer der Staatlichen Fremdsprachenschule über Atemwegsreizungen klagten, wurde die Feuerwehr gerufen. Die Schule wurde geräumt.

shz.de von
21. Januar 2015, 15:49 Uhr

Hamburg | Rätselhafter Gestank über Hamburg: Die Feuerwehr hat am Mittwoch eine Schule in Hamburg-Rotherbaum geräumt, nachdem Schüler und Lehrer über Hustenreiz geklagt hatten. Später klingelte bei Polizei und Feuerwehr das Telefon im Minutentakt.

Mehr als 50 Bürger hätten sich über Gestank in der Luft beschwert, sagte Feuerwehrsprecher Thorsten Grams am Nachmittag. Die Ursache war zunächst unbekannt. Gesundheitsgefahr bestand demnach nicht. „Es war von einem säuerlichen Geruch die Rede. Derzeit gehen wir von einer reinen Geruchsbelästigung aus.“

Kurz vor 13 Uhr gingen die ersten Notrufe aus der staatlichen Fremdsprachenschule in Hamburg-Rotherbaum ein. Etwa 25 Lehrer und Schüler hätten über Hustenreiz geklagt. Die Schule wurde geräumt, 200 Schüler und knapp 20 Lehrer und andere Angestellte mussten das Gebäude verlassen. Letztlich sei aber nur eine Schülerin mit „diffusen Atemwegsbeschwerden“ in eine Klinik gebracht worden. Mehr als 30 Helfer und zahlreiche Rettungswagen waren nach Angaben von Einsatzleiter Thomas Keller dort im Einsatz. Eine benachbarte Schule wurde auch durchsucht, ebenfalls ergebnislos.

Unterdessen gingen immer mehr Anrufe besorgter Bürger ein, sagte Grams. Möglicherweise habe ein Unternehmen Abgase ausgestoßen und die Dunstglocke über der Stadt habe den Gestank großflächig über mehrere Stadtteile zwischen Alster und Eidelstedt verteilt. Betriebe im Umkreis seien abtelefoniert worden, aber ohne Befund. Auch ein Messwagen der Feuerwehr konnte keine genaue Ursache feststellen. Am Nachmittag wurde der Einsatz abgebrochen.

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