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Landkreis Harburg : Zwei Tote durch Geisterfahrer auf der A7

vom

Die Einsatzkräfte an der Unfallstelle trafen auf ein regelrechtes Trümmerfeld: Ein Audi kollidierte in der Nacht zu Dienstag frontal mit einem Golf.

shz.de von
erstellt am 01.Okt.2013 | 11:41 Uhr

Garlstorf | Ein Geisterfahrer hat in der Nacht auf der A7 bei Garlstorf im Landkreis Harburg einen schweren Unfall verursacht. Er selbst und eine weitere Person starben. Die Autobahn war stundenlang gesperrt.

Gegen 1.39 Uhr wurde der Polizei über den Notruf mitgeteilt, dass auf der Fahrbahn in Richtung Süden ein Geisterfahrer in Höhe der Anschlussstelle Evendorf in nördlicher Richtung fahre. Nur rund drei Minuten später erreichte eine Streifenwagenbesatzung den Bereich nördlich der Anschlussstelle Egestorf und erkannte dort eine große Unfallstelle mit zwei beteiligten Fahrzeugen. Die Autobahn wurde daraufhin in Richtung Süden ab der Anschlussstelle Thieshope gesperrt.

An der Unfallstelle trafen die Rettungskräfte auf ein regelrechtes Trümmerfeld. Ein Audi A6, der Wagen des 47-jährigen Geisterfahrers aus dem Landkreis Heidekreis, lag völlig demoliert auf der linken von drei Fahrspuren an der Mittelschutzplanke. Ein VW Golf, der offenbar frontal mit dem Audi kollidiert war, lag etwa 50 Meter weiter auf der rechten Fahrbahnseite im Straßengraben. Trümmerteile verteilten sich auf allen Spuren über mehr als hundert Meter.

Der Audi-Fahrer war bereits beim Eintreffen der ersten Rettungskräfte tot. Der VW-Fahrer, ein 38-Jähriger aus dem Kreis Siegburg, erlag noch während des Versuchs, ihn aus dem Fahrzeug zu retten, seinen schweren Verletzungen. Die Feuerwehr, die mit rund 50 Einsatzkräften vor Ort war, stabilisierte den auf der Seite liegenden Golf und barg beide Fahrer aus ihren Fahrzeugwracks.

Während der Unfallaufnahme erhielt die Polizei Kenntnis davon, dass der Geisterfahrer offenbar schon rund sechs Kilometer weiter südlich, zwischen der Anschlussstelle Evendorf und der Raststätte Brunautal den Außenspiegel eines VW Sharans gestreift hatte. Der Fahrer des Sharans, ein 43-jähriger Hamburger, kam mit dem Schrecken und einem kleinen Sachschaden davon.

Ein Gutachter wurde noch in der Nacht an die Unfallstelle gerufen, um sich ein Bild von den Schäden und der Spurenlage zu machen. Die Fahrbahn war für die Aufräum- und Bergungsarbeiten noch bis 8.30 Uhr gesperrt. Der Verkehr staute sich zeitweilig bis in das Maschener Kreuz.

Für die Beamten ist derzeit noch unklar, wo genau der Geisterfahrer auf die Autobahn aufgefahren ist, oder ob er eventuell sogar gewendet haben könnte. Ebenfalls ist noch nicht klar, ob der Mann vorsätzlich in die Gegenrichtung gefahren ist oder es sich um einen fatalen Fahrfehler handelte.

Zeugen oder weitere Geschädigte, die Angaben zu dem Unfallhergang machen können, werden gebeten, sich bei der Autobahnpolizei in Winsen (Luhe) unter 04171/796-200 zu melden.

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