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Misshandelte Dreijährige : Yagmurs Eltern im Juni vor Gericht

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Die dreijährige Yagmur starb im Dezember in Hamburg. Der Vorwurf der Staatsanwaltschaft an die Eltern: Mord und Körperverletzung mit Todesfolge. Auch die Bürgerschaft versucht, den Yagmurs Tod aufzuklären.

Hamburg | Die Eltern der dreijährigen Yagmur müssen sich wegen des gewaltsamen Todes ihrer Tochter vom 11. Juni an vor dem Landgericht Hamburg verantworten. Insgesamt seien vorerst 22 Verhandlungstage anberaumt, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft am Donnerstag. Das Gericht selbst wollte sich zunächst nicht äußern. Laut Anklage wird der Mutter Mord, dem Vater Körperverletzung mit Todesfolge durch Unterlassen vorgeworfen. Am Abend setzte unterdessen der Parlamentarische Untersuchungsausschuss der Bürgerschaft seine Bemühungen fort, die Umstände von Yagmurs Tod aufzuklären.

Yagmur war am 18. Dezember 2013 an den Folgen eines Leberrisses gestorben. Das Mädchen war seit seiner Geburt von Jugendämtern betreut worden. Einigen Mitarbeiterinnen werden deshalb nun Versäumnisse vorgeworfen und sollten nun vom Ausschuss als Zeuginnen vernommen werden. Bereits vor der nicht-öffentlichen Sitzung hatten diese jedoch nach Angaben des Ausschussvorsitzenden André Trepoll (CDU) erklärt, die Aussage verweigern zu wollen. Gegen einige von ihnen liefen staatsanwaltschaftliche Ermittlungen. Nur von einer Mitarbeiterin des Allgemeinen Soziales Dienstes (ASD) der Jugendämter aus Bergedorf wurden Angaben erwartet.

Vor Beginn der Ausschusssitzung hatten mehr als 50 ASD-Mitarbeiter dem Gremium ein vierseitiges Schreiben übergeben, in dem sie ihre Arbeitsbedingungen kritisieren und sich unter anderem über die mangelnde Wertschätzung ihrer Arbeit beklagen. „Die betroffenen Kolleginnen fühlen sich unwürdig behandelt“, heißt es etwa über den Bericht der Jugendhilfeinspektion. Gleichzeitig verlangten sie eine Überprüfung ihrer Arbeitsbedingungen: „Auf den Prüfstand gehören (...) nach unserem Dafürhalten die überbordenden Fachanweisungen, das Datenerfassungssystem Jusit, die Jugendhilfeinspektion als Fachaufsicht und das Primat der Kostenreduzierung.“

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erstellt am 15.Mai.2014 | 19:20 Uhr

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