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Unfall an den Landungsbrücken : „Wir beten alle, dass das Kind es überlebt“

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Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Warum stürzte eine Fünfjährige aus Aspisheim (Rheinland-Pfalz) in die Elbe? Die Polizei wertet Videos aus, um diese Frage zu klären. Das Mädchen liegt im künstlichen Koma.

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erstellt am 30.04.2014 | 00:00 Uhr

Hamburg/Aspisheim | Der Zustand der Fünfjährigen, die am Montag am Hamburger Hafen in die Elbe fiel, ist weiter kritisch. Es gebe keine Neuigkeiten, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch. Das Mädchen aus dem rheinland-pfälzischen Aspisheim bei Mainz hatte mit seiner Familie einen Ausflug an die Landungsbrücken gemacht. Der Bürgermeister der rund 1000 Einwohner zählenden Gemeinde Aspisheim, Jürgen Dettmann, sagte am Mittwoch: „Wir hoffen und beten alle, dass das Kind es überlebt.“ Die Allgemeine Zeitung berichtet, dass Dettmann mit dem Vater des verunglückten Mädchens telefoniert habe. Nach seiner Aussage wurde die Fünfjährige in ein künstliches Koma versetzt und schwebt weiter zwischen Leben und Tod. „Als Nachbarn und Freunde sind wir alle sehr betroffen“, sagte der Bürgermeister.

Der Unfall ereignete sich nach Angaben der Polizei beim Spielen. Der Vater und ein Passagier einer Fähre sprangen dem Mädchen ins zwölf Grad kalte Wasser hinterher, konnten es aber nicht finden. Zwei Feuerwehrmänner entdeckten das Kind schließlich nach etwa 30 Minuten zwischen zwei Pontons. Nach Reanimierungsversuchen wurde das Mädchen mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Drei Familienmitglieder der Fünfjährigen seien mit einem Schock im Krankenhaus behandelt worden.

Die Hamburger Polizei wertet derzeit Videoaufnahmen des Unfallbereichs aus. Der Fähranleger wird mit Kameras überwacht. Wann es erste Ergebnisse gibt, konnte Polizeisprecherin Karina Sadowsky am Mittwochabend nicht sagen. Das Mädchen ist offenbar an einer Stelle ohne Geländer ins Wasser gefallen.

(mit dpa)

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