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Widerstand gegen geplante Mega-Rastanlage in Meckelfeld

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erstellt am 08.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Harburg/Seevetal | Im Landkreis Harburg wächst der Widerstand gegen die geplante Autobahn-Raststätte in Meckelfeld. Die 23 Hektar große Mega-Anlage soll in der Samtgemeinde Seevetal unweit der Landesgrenze mit Hamburg entstehen. Das Projekt "Raststätte Elbmarsch" stößt vor allem in Meckelfeld auf Protest.

"Wir haben hier genug Lärm und Abgase", sagte Angelika Gaertner, Erste Vorsitzende der "Bürgerinitiative gegen die Raststätte Elbmarsch", gestern.

Durch die Samtgemeinde führten drei Autobahnen und drei Eisenbahnlinien, auch der Bahnverkehr zu Europas größtem Rangierbahnhof in Maschen sei eine erhebliche Belastung. "Am Wochenende haben wir mit einer Menschenkette von fast einem Kilometer Länge ein Zeichen unserer Geschlossenheit und damit ein bundesweites Signal gegen die Anlage in direkter Nachbarschaft zu 12 000 Menschen gesetzt", sagte Gaertner.

Der Bund soll die derzeit auf rund 25 Millionen Euro geschätzte Anlage finanzieren, das Planfeststellungsverfahren läuft. Sie soll mehr als 250 Lastwagen Platz bieten. Dazu kommen Flächen für rund 300 Autos, 24 Busse sowie Schwerlasttransporte. Bei mehr als 6000 Einwendungen sei mit dem Planfeststellungsbeschluss nicht vor Ende 2014 zu rechnen, erklärte ein Sprecher des Wirtschaftsministeriums in Hannover. "Wir werden alle rechtlichen Wege gegen das Projekt prüfen", heißt es bei der Samtgemeinde Seevetal.

Hamburg hatte den Standort Meckelfeld vorgeschlagen, weil die nur wenige Kilometer entfernte Raststätte Stillhorn den Bedarf durch den stetig wachsenden Lkw-Verkehr nicht mehr bewältigen kann und eine Erweiterung dort nicht möglich ist. Die "Bürgerinitiative gegen die Raststätte Elbmarsch" will das Projekt lieber im Hamburger Süden verwirklicht sehen, das will aber die Hansestadt nicht. "Hamburg entzieht sich damit seiner Pflicht, für ausreichend Lkw-Stellflächen zu sorgen und schiebt das Problem über die Landesgrenze nach Niedersachsen ab", monierte Angelika Gaertner.

"Insbesondere auf der Westseite fürchten wir um die dortigen Feuchtwiesen, die unter anderem dem Weißstorch eine wichtige Nahrungsquelle sind", sagte Rainer Weseloh, Mitglied im Naturschutzbund Nabu und Mitbegründer der Bürgerinitiative. In den nördlich angrenzenden Wiesen sei auch der seltene Wachtelkönig zu Hause. Weseloh hat ihn schon mehrfach gehört.

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