Bürgerschaftswahl 2015 : Wersich ist Spitzenkandidat der CDU in Hamburg

Dietrich Wersich stellt sich bei einer Pressekonferenz vor. Er will im Februar 2015 Erster Bürgermeister werden.
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Dietrich Wersich stellt sich bei einer Pressekonferenz vor. Er will im Februar 2015 Erster Bürgermeister werden.

Dietrich Wersich wird als Spitzenkandidat der Hamburger CDU bei der Bürgerschaftswahl SPD-Bürgermeister Olaf Scholz herausfordern. Er will Hamburg zur Gründermetropole machen - und zur Olympia-Stadt.

shz.de von
29. Juni 2014, 15:28 Uhr

Hamburg | Dietrich Wersich wird Spitzenkandidat der Hamburger CDU für die Bürgerschaftswahl im Februar. Das beschloss der CDU-Landesvorstand am Sonntag einstimmig. „Wir wollen im Jahr 2015 Hamburg wieder regieren“, sagte CDU-Fraktionschef Wersich anschließend. „Ich möchte für unsere wunderbare Stadt und ihre Menschen als Bürgermeister arbeiten.“  Er werde das Konzept „Metropole Hamburg - Wachsende Stadt“ wieder zum Leitbild des Handelns in Hamburg machen, erklärte der 50-Jährige.

Hamburg solle durch eine systematische Zusammenarbeit von Wirtschaft und exzellenter Wissenschaft zur Gründermetropole werden. Wersich kündigte an, die internationale Bedeutung der Hansestadt steigern zu wollen und warb noch einmal dafür, dass Hamburg Gastgeber Olympischer Spiele werden soll. Einen weiteren Schwerpunkt will Wersich auf die Verkehrspolitik legen. Das „unsinnige Busbeschleunigungsprogramm“ müsse gestoppt werden, forderte er. Auf Koalitionsoptionen bei einem Wahlsieg wollte Wersich nicht näher eingehen. Eine Zusammenarbeit mit der euroskeptischen Alternative für Deutschland (AfD) und den Linken schloss er aber aus.

„Dietrich Wersich ist die richtige Wahl für Hamburg und für die Hamburger CDU“, sagte der Landesvorsitzende Marcus Weinberg. „Sein Lebenslauf zeigt, dass er mit seinen Erfahrungen als Arzt, als erfolgreicher Theatermanager und ehemaliger Senator sowohl die Kompetenz als auch die Leidenschaft besitzt, die richtigen Weichen für unsere Stadt zu stellen.“ 

Wersich, der seit März 2011 Vorsitzender der CDU-Fraktion in der Hamburgischen Bürgerschaft ist, kritisierte die Arbeit des SPD-Senats. „Die Bilanz des Scholz-Senats ist ernüchternd“, kritisierte Wersich. „Die Senatoren sind blass, der rote Filz regiert und die SPD tut so, als ob die Stadt ihr gehöre. Hamburg droht wieder Stillstand.“  Bei der Bürgerschaftswahl am 15. Februar 2015 bestimmen die Hamburger erstmals für fünf Jahre, wer im Rathaus regiert. Die SPD will ihre absolute Mehrheit verteidigen. Bei der Bürgerschaftswahl 2011 hatte sie 48,4 Prozent der Stimmen errungen, die CDU kam auf lediglich 21,9 Prozent.

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