Naturschutzgebiet Höltigbaum : Weitere Suche nach vergrabenen Leichenteilen

Die Polizei sperrte Teile des Naturschutzgebiets Höltigbaum am Sonntagmittag ab. Foto: Wüst
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Die Polizei sperrte Teile des Naturschutzgebiets Höltigbaum am Sonntagmittag ab. Foto: Wüst

Erst fand ein Spaziergänger einen menschlichen Arm im Naturschutzgebiet Höltigbaum in Hamburg-Rahlstedt. Dann entdeckte die Polizei weitere Teile einer vergrabenen Männerleiche.

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18. Januar 2013, 11:25 Uhr

Hamburg | Einen Tag nach dem Fund von Leichenteilen im Hamburger Naturschutzgebiet Höltigbaum setzt die Polizei ihre Arbeit vor Ort fort. Nachdem am Sonntagmittag ein Spaziergänger an einem Waldweg einen Arm gefunden hatte, suchten Polizisten und Leichenspürhunde bis in die Nacht die Gegend ab und fanden weitere vergrabene Körperteile. "Es sind Leichenteile eines erwachsenen Mannes", teilt Polizeisprecher Andreas Schöpflin am Montagvormittag mit. Alle Teile des Körpers wurden aber noch nicht gefunden. Deshalb setzten Polizisten die Suche im Stellmoorer Tunneltal fort.
Die Hunde hatten am späten Sonntagnachmittag Knochen ohne Gewebe gefunden. Sie stammen ebenfalls vom Körper des Toten. Wie der Mann starb, können die Ermittler noch nicht sagen - er ist bereits zu stark verwest. Polizei und Staatsanwaltschaft gehen aber von einem Tötungsdelikt aus. Auch der Zeitpunkt des Todes ist noch unklar. Laut Schöpflin wurden die Teile vor mehreren Wochen oder gar Monaten vergraben.
Nach Erkenntnissen der Gerichtsmedizin war der Tote vermutlich älter als 50 Jahre, etwa 1,75 Meter groß und dürfte rund 60 Kilo gewogen haben. Er hatte schütteres Haar, einen zahnlosen Oberkiefer und überkronte Vorderzähne im Unterkiefer. Die Polizei überprüfe nun 85 Vermisstenfälle, die passen könnten, sagte ein Polizeisprecher nach dem Abschluss der Suchmaßnahmen am Fundort.
Verlassenes Fahrrad gefunden
Ein Spaziergänger hatte am Sonntag einen menschlichen Arm gefunden und um 11.45 Uhr die Polizei alarmiert. Beamte fuhren daraufhin zum Fundort und sperrten ihn weiträumig ab. Mit einem Hubschrauber und Spürhunden des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) wurde nach weiteren Leichenteilen gesucht.
Im Umfeld der Leichenteile entdeckten die Beamten ein Messer. Während der Suche fanden sie außerdem ein verlassenes Fahrrad und stellten es sicher. Schöpflin: "Ob es einen Zusammenhang zum Toten gibt, wird geprüft." Ebenso überprüfe die Polizei derzeit aktuelle Vermisstenfälle, so der Sprecher.

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