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Hamburg pinkelt zurück : Wasserabweisender Lack: St. Pauli sagt Wildpinklern den Kampf an

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Immer wieder pinkeln Betrunkene an die Wände von St. Pauli. Damit soll jetzt Schluss sein – die Interessengemeinschaft St. Pauli e.V. hat ein Ass im Ärmel.

shz.de von
erstellt am 03.Mär.2015 | 16:59 Uhr

Hamburg | Den Anwohnern von Hamburgs Partymeile St. Pauli stinkt es: Weil Betrunkene in dem legendären Stadtteil überall hinpinkeln und Verbote oder Bußgelder nichts nutzen, hat die Interessengemeinschaft St. Pauli e.V. eine ungewöhnliche Aktion gestartet. Dabei wurden Wände, an die in dem Viertel oft gepinkelt wird, mit superhydrophobem Lack beschichtet, berichtete der „St. Pauli Blog“. Dieser ist so wasserabweisend, dass der Urin abprallt und zurückgespritzt wird. So sollen Wildpinkler gestoppt werden.

„Mittlerweile sind viele von den Wänden mit dem Lack versehen“, sagt Julia Staron von der IG St. Pauli, die dazu ein Youtube-Video veröffentlicht hat. Einige Fassaden tragen Hinweisschilder mit der Aufschrift „Hier nicht pinkeln“, aber nicht alle. „Liebe Wildpinkler seid gewarnt: St. Pauli pinkelt ab sofort zurück“, heißt es daher.

Wildpinkeln ist eine Ordnungswidrigkeit und wird mit einem Bußgeld ab 35 Euro geahndet. Nach Angaben der Polizei liegt es jedoch im Ermessen der Beamten, ob sie einen Wildpinkler nur mündlich verwarnen oder ein Ordnungswidrigkeitsverfahren einleiten. Die Höhe des Bußgeldbescheids hängt von dem jeweiligen Bezirksamt ab.

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