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„Hamburger Jungfer“ : Warum St. Jacobi zu Weihnachten Unterwäsche verschenkt

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Seit 250 Jahren verschenkt die Kirche St. Jacobi in Hamburg zu Weihnachten Unterwäsche an bedürftige Frauen. Wirklich glücklich ist die Kirchengemeinde mit dieser Regelung allerdings nicht.

shz.de von
erstellt am 20.Dez.2013 | 16:37 Uhr

Bedürftige Frauen in Hamburg bekommen bereits seit 250 Jahren neue Unterwäsche zu Weihnachten geschenkt. Denn ein äußerst merkwürdiges Testament von 1762 verpflichtet die Hamburger Hauptkirche St. Jacobi dazu, Unterbekleidung zu organisieren. 15 Garnituren werden in diesem Jahr verteilt.

Die als „Hamburger Jungfer“ bekannte Johanna Margaretha Eding ist dies zu verdanken. Sie hat ihr Vermögen im Jahr 1762  der Hauptkirche  hinterlassen – 850 Courantmark, umgerechnet einige hunderttausend Euro. Von den Zinsen sollten anschließend jedes Jahr „Unterkleider“ für arme Frauen gekauft werden – und zwar „solange die Sonne scheint und der Wind weht“.

Wirklich glücklich ist man bei der Kirche allerdings nicht über dieses kuriose Testament, denn das Vermögen ist längst verbraucht und auch Zinsen gibt es keine mehr. Die Gemeinde hatte zweimal gegen „Edings Testament“ prozessiert, zuletzt 1985. Doch der Rechtsanwalt der  eigens bestellten Stiftung „Johanna Margareta Eding Testament“ gewann jeweils im Namen seiner längst verstorbenen Mandantin

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