Insolvenzverfahren : Warennachschub für Praktiker ist gesichert

Sie sollen Praktiker und Max Bahr retten: Die beiden vorläufigen Insolvenzverwalter Jens-Sören Schröder (l) und Christopher Seagon (r) sowie ihr Sprecher Holger Voskuhl (m). Foto: dpa
Sie sollen Praktiker und Max Bahr retten: Die beiden vorläufigen Insolvenzverwalter Jens-Sören Schröder (l) und Christopher Seagon (r) sowie ihr Sprecher Holger Voskuhl (m). Foto: dpa

Die vorläufigen Insolvenzverwalter der Baumarktketten Praktiker und Max Bahr kommen voran: Die Belieferung mit neuer Ware ist zum Teil gesichert. Investoren zeigen Interesse.

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07. August 2013, 02:15 Uhr

Hamburg | Der Warennachschub für die insolventen Praktiker-Baumärkte ist gesichert. Wie der vorläufige Insolvenzverwalter Christopher Seagon am Dienstag mitteilte, hat er sich mit Warenkreditversicherern, Banken und Lieferanten über die Finanzierung der Warenversorgung geeinigt. Grundlage dafür sei ein Massekredit, über dessen Einzelheiten Stillschweigen vereinbart worden sei. Dieses Finanzierungsinstrument wird zahlungsunfähigen Unternehmen gewährt, damit der Geschäftsbetrieb aufrecht erhalten werden kann.
Nach der Baumarktkette Praktiker musste im Juli auch die Tochtergesellschaft Max Bahr wegen Überschuldung und Zahlungsunfähigkeit Insolvenzanträge stellen. Seagon und der vorläufige Insolvenzverwalter Jens-Sören Schröder, der für 78 Max-Bahr-Märkte zuständig ist, führen auch für diese Baumarktkette Verhandlungen über die Warenfinanzierung. Sie erwarten nach eigenem Bekunden einen "zeitnahen" Abschluss. Seagon ist neben 168 Praktiker-Filialen auch für 54 auf Max Bahr umgeflaggte Ex-Praktiker-Standorte zuständig.
Die Stabilisierung des Geschäftsbetriebs sei ein positives Signal für den Investorenprozess, hieß es. Strategische und Finanzinvestoren hätten Interesse an einer Übernahme der Praktiker/Max-Bahr-Gruppe im Ganzen oder in Teilen bekundet. Die Verwalter rechnen Anfang September mit Angeboten. Beide Filialketten haben in Deutschland rund 15.000 Mitarbeiter, einschließlich Teilzeitkräften und geringfügig Beschäftigten.

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