Expo : Von Beust lobt Hamburg-Haus als "zukunftsweisend"

Ein Hamburger Energiespar-Haus ist auf der Weltausstellung in Shanghai zu sehen. Ole von Beust besuchte das Zukunftsprojekt.

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04. Juni 2010, 11:27 Uhr

Shanghai | Der Hamburger Bürgermeister Ole von Beust hat am Montag auf der Weltausstellung in Shanghai das erste Passivhaus Chinas besichtigt. Das besonders energiesparende "Hamburg House" wurde mit Hilfe der Hansestadt errichtet. Der Bürgermeister sprach von einer "zukunftsweisenden Technologie". Es wäre wünschenswert, wenn solche Passivhäuser auch in China ihre Verbreitung finden würden, sagte von Beust nach Angaben seiner Sprecherin.

Der Bürgermeister besuchte auch den deutschen Pavillon, der unter dem Motto "Balancity - die Stadt im Gleichgewicht" steht. Von Beust zeigte sich beeindruckt von der Präsentation, die "sehr lebendig gestaltet" sei. Den bisher größten Auftritt auf einer Expo lässt sich Deutschland insgesamt rund 50 Millionen Euro kosten. Heute wird von Beust in Shanghai die Fortsetzung der Städtepartnerschaft Hamburgs mit der ostchinesischen Hafenstadt besiegeln.
Für den Auftritt auf der Expo 2010 war Hamburg neben 54 anderen Städten weltweit ausgesucht worden, bewährte Lösungen für nachhaltige Stadtentwicklung vorzustellen. Die Weltausstellung steht unter dem Motto "Eine bessere Stadt, ein besseres Leben". Mit knapp 250 teilnehmenden Ländern und Organisationen ist es die größte Expo aller Zeiten. Bürgermeister von Beust besucht die Weltausstellung anlässlich des "Hamburg-Tages". Bei einem offiziellen Akt mit dem Vorsitzenden der Politischen Konsultativkonferenz (CPPCC) Shanghais, Feng Guoqing, wurde der chinesischen Seite das Passivhaus-Zertifikat formell überreicht. Durch optimierte Architektur, eine gedämmte Gebäudehülle sowie Heiz- und Wärmetechnik wird der Energieverbrauch gesenkt. Kühlung und Heizung des roten Backstein-Hauses, das auf die heißen klimatischen Verhältnisse in Shanghai zugeschnitten ist, erfolgt über eine Geothermie-Anlage. Die Kosten belaufen sich auf 4,2 Millionen Euro, die zur Hälfte von den Expo-Organisatoren übernommen werden.

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