zur Navigation springen

Prozess in Hamburg : Vom Fußballtor erschlagen - Urteil vertagt

vom

Ein 200 Kilo schweres Tor stürzte im Mai 2013 auf einen Siebenjährigen. Der Junge starb. Der Prozess gegen den Jugendbetreuer zieht sich in die Länge.

shz.de von
erstellt am 17.Okt.2014 | 16:47 Uhr

Hamburg | Der Hamburger Prozess gegen einen Jugendbetreuer nach dem tragischen Tod eines siebenjährigen Jungen beim Fußballtraining zieht sich in die Länge. Das Urteil gegen den 26 Jahre alten Angeklagten, das am Freitag erwartet worden war, soll nun erst am 27. Oktober verkündet werden. Der Mann muss sich wegen fahrlässiger Tötung durch Unterlassen vor dem Amtsgericht Harburg verantworten, er soll seine Aufsichtspflicht verletzt haben.

Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft soll er die Spieler seiner C-Jugend-Mannschaft im Mai 2013 entgegen den Leitlinien des Hamburger Fußball-Verbandes nicht überwacht haben, als sie die etwa 200 Kilo schweren Tore nach dem Training aufrichteten. Dabei hängte sich der Siebenjährige an die obere Latte des Tores, das daraufhin umkippte und auf ihn fiel. Der Junge erlitt so schwere Kopfverletzungen, dass er noch am selben Tag starb.

Der Angeklagte erklärte am Freitag, er sei an zwei Wochenenden zum Jugendbetreuer ausgebildet worden. Von den Empfehlungen der Sportministerkonferenz zum sicheren Umgang mit Toren habe er erst nach dem Unfall gehört, sagte der 26-Jährige.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen