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Drehbuch-Affäre : Verurteilung der Ex-NDR-Fernsehspielchefin Heinze rechtskräftig

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Sie schleuste eigene Drehbücher unter Pseudonym beim NDR ein, um mehr Geld zu kassieren. Dafür erhielt Ex-NDR-Fernsehspielchefin Doris Heinze eine Bewährungsstrafe. Ihre Revision wurde jetzt abgewiesen.

Hamburg | Die Verurteilung der früheren NDR-Fernsehspielchefin Doris Heinze wegen der Drehbuch-Affäre ist rechtskräftig. Der 5. Strafsenat des Bundesgerichtshofs (BGH) in Leipzig habe die Revisionen Heinzes und ihrer beiden Mitangeklagten als unbegründet verworfen, teilte der BGH am Dienstag mit. Zudem habe die Staatsanwaltschaft ihre Revisionen zurückgenommen (Az.: 5 StR 187/13 - Beschluss vom 3. September 2013).

Heinze war 2012 vom Landgericht Hamburg wegen Bestechlichkeit sowie wegen Betruges und Untreue zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und zehn Monaten verurteilt worden. Die TV-Macherin hatte zugegeben, unter den Pseudonymen „Marie Funder“ und „Niklas Becker“ Drehbücher von sich und ihrem Ehemann beim Norddeutschen Rundfunk (NDR) eingeschleust zu haben. Der Ehemann wurde zu 3240 Euro Geldstrafe verurteilt, eine mitangeklagte Filmproduzentin erhielt eine Geldstrafe von 2100 Euro.

Wenn ein Angehöriger eines Sendermitarbeiters Drehbücher oder andere Leistungen anbietet, ist dies im Grunde kein Problem - dies muss aber offen geschehen und die eingereichten Arbeiten müssen von unbeteiligten Mitarbeitern bearbeitet und abgerechnet werden. Daran hat sich Heinze nicht gehalten, wie sie selbst zugegeben hat.

Heinze war als mächtige Fernsehspielchefin unter anderem für die „Tatort“-Krimis aus Hamburg, Hannover und Kiel sowie für Serien wie „Polizeiruf 110“ verantwortlich. Nach der Drehbuchaffäre hat Heinze zunächst auf Nordstrand mehrere Nord-Krimis geschrieben. In einem shz-Interview verriet sie: "Schreiben ist seit der frühesten Kindheit mein Hobby.“

 

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erstellt am 01.Okt.2013 | 12:36 Uhr

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