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Verdi droht mit massiven Arbeitskämpfen im Hamburger Einzelhandel

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shz.de von
erstellt am 22.Mai.2013 | 03:59 Uhr

Hamburg | Die Tarifverhandlungen für die rund 70 000 Beschäftigten des Hamburger Einzelhandels sind gestern nach erster Runde vertagt worden. Die Gewerkschaft Verdi beurteilte den Verhandlungsauftakt als "Skandal" und kündigte vor diesem Hintergrund massive Arbeitskämpfe im Einzelhandel in Hamburg an. "Während sich die Umsatz- und Gewinnzahlen der Branche gut entwickelt haben, will der Arbeitgeberverband seinen Beitragsunternehmen jetzt einen weiteren Schluck aus der Flasche präsentieren, den die Beschäftigten bezahlen sollen", sagte Verdi-Verhandlungsführer Arno Peukes. In den Arbeitskampf werde die Gewerkschaft auch Karstadt einbeziehen, das aus der Tarifbindung geflüchtet sei. Die Gewerkschaft Verdi fordert Lohnerhöhungen von 150 Euro für jeden Beschäftigten und von 90 Euro für Auszubildende, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Der Arbeitgeberverband hat noch kein Angebot vorgelegt. Er hält die Forderung der Gewerkschaft jedoch für deutlich zu hoch; je nach Tarifgruppe und Berufsalter bedeute sie einen Anstieg von sechs bis neun Prozent. Das gebe die Ertragslage des Einzelhandels in Hamburg nicht her. Die Verhandlungen für Hamburg werden am 10. Juni fortgesetzt.

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