Hamburg-Dammtor : Verdächtiger ist nicht Vater des Findelbabys Marie

In diesem Koffer wurde Marie ausgesetzt. Foto: Polizei
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In diesem Koffer wurde Marie ausgesetzt. Foto: Polizei

Der Mann, der im Verdacht stand, ein Baby am Dammtor-Bahnhof ausgesetzt zu haben, ist nicht der Vater des Kindes. Es wird noch geprüft, ob seine Spuren am Koffer zu finden sind.

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09. März 2011, 11:21 Uhr

Weiter Rätselraten um die Herkunft des Findelbabys Marie: Ein 20 Jahre alter Verdächtiger, den die Hamburger Polizei mit Fahndungsfotos gesucht hatte, ist nicht der Vater des kleinen Mädchens. Das habe ein Gentest gezeigt, sagte eine Polizeisprecherin am Dienstag: "Er ist definitiv nicht der Vater."
Der Verdacht, dass der Mann den Säugling ausgesetzt haben könnte, sei damit jedoch nicht ausgeräumt. Die Polizei geht nun weiteren Spuren nach.
Zeugin hatte den Mann erkannt
Bei eisigen Temperaturen war das Baby am 4. Januar in einem Koffer in der Nähe des Bahnhofs Dammtor entdeckt worden. Auf Fotos einer Überwachungskamera nahe Maries Fundort war der 20-Jährige mit einem Trolley zu sehen. Er räumte in einer Vernehmung am Freitag ein, dass er der Gesuchte auf den Fahndungsbildern ist - bestritt jedoch, das kleine Mädchen zurückgelassen zu haben. Die Staatsanwaltschaft Hamburg sieht einen Anfangsverdacht gegen ihn wegen Aussetzung und versuchten Totschlags.
Eine Zeugin hatte den 20-Jährigen auf den Fotos erkannt und die Polizei alarmiert. Warum sich die Frau erst so spät bei den Beamten meldete - die Öffentlichkeitsfahndung mit den Überwachungsbildern vom S-Bahnhof Dammtor lief bereits seit Wochen -, blieb bisher unklar.Bei dem Gentest handele es sich nur um ein "Teilergebnis", hieß es bei der Polizei. "Es laufen noch weitere kriminaltechnische Untersuchungen." So soll etwa geklärt werden, ob der 20-Jährige den Koffer, in dem der Säugling lag, angefasst hat. Weitere Einzelheiten wollte ein Polizeisprecher nicht nennen.
(dpa, shz)

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