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Streit unter Alkoholeinfluss : Vater des Freundes zerstückelt und vergraben

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Eine Frau aus Hamburg hat gestanden, nach einem tödlichen Streit den 85 Jahre alten Vater ihres Freundes zerstückelt zu haben.

shz.de von
erstellt am 04.Aug.2013 | 04:04 Uhr

Hamburg | Unter Tränen hat eine 46-Jährige vor Gericht gestanden, den Vater ihres Verlobten zerstückelt und die Leichenteile im Hamburger Naturschutzgebiet Höltigbaum vergraben zu haben.
Auslöser für das tödliche Drama sei ein Streit an der Geschirrspülmaschine im September 2012 gewesen, sagte die Angeklagte am Freitag vor dem Landgericht. Dabei habe der 85-Jährige sie geschubst und damit erstmals körperlich angegriffen - sonst habe er immer nur gemeckert.

Kampfsportgriff am Rollkragen-Pulli

Sie sei ihm daraufhin in den ersten Stock gefolgt, auf der Treppe habe es einen Kampf gegeben, sie habe mit einer Art Kampfsport-Griff seinen Rollkragenpullover zugezogen. Sie glaube, dass der Mann aus Schock einen Herzanfall erlitten habe: "Für mich war das ein Unfall." Die Angeklagte steht wegen heimtückischen Mordes vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass sie den 85-Jährigen erwürgt hat.
Ihr Verlobter, der damals gerade bei einem Drogenentzug war, habe ihr telefonisch Anweisungen gegeben, wie sie die Leiche zerkleinern sollte - unter anderem mit Hilfe einer Chlorlösung. Sie wünschte, sie hätte den Mut gehabt, sich seinen Anweisungen zu widersetzen, sagte die Angeklagte. Wenige Tage später hätten sie die Körperteile in das Naturschutzgebiet gebracht. Ein Verfahren gegen den Verlobten hatten die Ermittler eingestellt, weil sie ihm nicht nachweisen konnten, dass er an dem Tötungsdelikt beteiligt war.

Streit im Alkoholrausch

Das Paar hatte sich beim Drogenentzug kennengelernt - und schließlich gemeinsam mit dem 85-Jährigen und dessen Frau in einem Haus im Stadtteil Rahlstedt gelebt. Bei dem Streit an der Spülmaschine war die 46-Jährige nach eigenen Angaben betrunken, sie hatte demnach acht Halbliterbiere intus. Normalerweise trinke sie zwölf solcher Biere pro Tag, sagte sie.
Ein Spaziergänger hatte Anfang Oktober vergangenen Jahres im Naturschutzgebiet Höltigbaum in Rahlstedt im Nordosten Hamburgs einen abgetrennten Arm gefunden und damit die Ermittlungen ausgelöst. Gut drei Monate später, im Januar, wurde Haftbefehl gegen die Verdächtige erlassen. Seitdem sitzt sie in Untersuchungshaft. Für den Prozess sind bisher Termine bis Ende August geplant.

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