Hamburg : Uraufführung von „Tatjana“ eröffnet Ballett-Tage

Die Hamburger Ballett-Tage bilden jedes Jahr den Höhepunkt der Spielzeit. In diesem Jahr jährt sich das traditionsreiche Tanzfestival zum 40. Mal. Insgesamt tanzt das Hamburg Ballett unter Leitung von John Neumeier dreizehn verschiedene Ballette.

shz.de von
12. Juni 2014, 08:40 Uhr

Hamburg | Mit der Uraufführung von „Tatjana“ nach dem Roman „Eugen Onegin“ von Alexander Puschkin eröffnet Ballett-Intendant und Chefchoreograf John Neumeier die 40. Hamburger Ballett-Tage. Insgesamt tanzt das Hamburg Ballett vom 29. Juni bis zum 13. Juli dreizehn verschiedene Ballette, darunter „Liliom“, „Othello“ sowie John Crankos Ballett „Onegin“, das ebenfalls auf dem Versroman von Alexander Puschkin basiert.

„Als ich den Versroman las, merkte ich, dass mich die Rolle der Tatjana Larina sehr faszinierte. Mit jeder Lektüre, jeder Seite erschien sie mir tiefgründiger und interessanter. So kam ich auf die Idee für mein Ballett, ihre Rolle, ihre Perspektive genauer zu beleuchten“, sagte Neumeier in Hamburg.

Die Musik zu „Tatjana“ wurde von der russisch-amerikanischen Komponistin Lera Auerbach komponiert. „Mir war von Anfang an klar, dass ich nicht mit einer bereits existierenden Musik, beispielsweise der von Tschaikowsky, arbeiten konnte. Ich dachte sofort an die Komponistin Lera Auerbach. Durch unsere Zusammenarbeit vor allem an der 'Kleinen Meerjungfrau', aber auch aufgrund ihrer russischen Herkunft und intensiven Beschäftigung mit Gedichten ihres Heimatlandes schien sie mir die ideale Partnerin für dieses Projekt zu sein“, sagte Neumeier. Die weibliche Hauptrolle der Tatjana tanzt Hélène Bouchet, an ihrer Seite wird Edvin Revazov die männliche Hauptrolle des Eugen Onegin übernehmen.

Gastcompagnie bei den diesjährigen Ballett-Tagen ist das renommierte Nederlands Dans Theater 1. Mit ihrem Programm „Sehnsucht - Schmetterling“ wurden die beiden Choreografen Sol León und Paul Lightfoot bereits weltweit gefeiert. Dem Wort „Sehnsucht“ entspringt der erste Teil des Programms, der zu verschiedenen Stücken Beethovens entstand. Im zweiten Teil „Schmetterling“ wird die Musik des zeitgenössischen Komponisten Max Richter mit der der Indie-Rockband Magnetic Fields kombiniert. Die Ballett-Tage, die John Neumeier ein Jahr nach seinem Amtsantritt als Hamburger Ballettdirektor 1975 ins Leben rief, enden traditionell mit der „Nijinsky-Gala“ am 13. Juli.

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