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Behörden in Hamburg : Untersuchungsausschuss berät über Abschlussbericht im Fall Yagmur

vom

Vor bald einem Jahr starb die dreijährige Yagmur an Misshandlungen. Ein Untersuchungsausschuss der Bürgerschaft will klären, was bei den zuständigen Behörden falsch lief. Nun ist ein Abschluss der Untersuchung in Sicht.

shz.de von
erstellt am 04.Nov.2014 | 06:59 Uhr

Hamburg | Der Untersuchungsausschuss der Hamburger Bürgerschaft zum gewaltsamen Tod der dreijährigen Yagmur beginnt am Dienstag mit der Beratung seines Abschlussberichts. Dabei geht es nicht um strafrechtliche, sondern allein strukturelle und politische Verantwortlichkeiten. Die Bürgerschaftsabgeordneten untersuchen voraussichtlich noch bis zum 18. Dezember – dem einjährigen Todestag des kleinen Mädchens – inwieweit den Behörden Versäumnisse anzulasten sind.

Yagmur war mutmaßlich durch die Hand ihrer Mutter an den Folgen von Misshandlungen gestorben, obwohl das Kind seit seiner Geburt von insgesamt drei Jugendämtern betreut worden war. Yagmurs 27 Jahre alte Mutter muss sich wegen Mordes vor dem Landgericht Hamburg verantworten. Der ein Jahr jüngere Vater des Kindes ist angeklagt, weil er das Mädchen nicht geschützt haben soll.

Anfang Oktober hatte Sozialsenator Detlef Scheele (SPD) als Zeuge im Ausschuss bereits eine Konsequenz aus den Fehlern der Behörden angekündigt: Nach der Bürgerschaftswahl solle die Stelle eines Ombudsmanns für die Jugendhilfe eingerichtet werden. An ihn soll sich jeder mit Fragen oder Hinweisen wenden können. Der Entwurf für den Abschlussbericht ist derzeit nur von den Ausschussmitgliedern einzusehen. Die darin kritisierten Verantwortlichen sollen noch eine Gelegenheit zur Stellungnahme bekommen. Über die Details will das Gremium ebenfalls am Dienstag sprechen.

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