Sekundenschlaf : Umgekippter Lkw versperrt Elbtunnel

Der Fahrer war eingeschlafen - und lenkte seinen Lkw gegen einen Rammbock. Der Anhänger kippte um, blockierte den Elbtunnel Richtung Norden. Die Folge: zwölf Kilometer Stau.

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04. November 2008, 04:57 Uhr

Der 31-jährige Fahrer war mit seinem 40-Tonner gegen 2.40 Uhr vor dem Tunneleingang in Richtung Norden verunglückt. Wie die Polizei mitteilt, war der Mann an der Anschlussstelle Hamburg-Waltershof auf die Autobahn gefahren. "Nach Zeugenangaben geriet das Gespann leicht ins Schlingern, kurz vor dem Elbtunnel fuhr der LKW frontal auf einen Rammbock vor einer Betonmauer zwischen Spur 1 und Spur 2", so Polizeisprecher Ralf Kunz. Der Anhänger stürzte um, blockierte drei Spuren. Auf der vierten lagen Trümmerteile. Der Tunnel in Richtung Norden war unpassierbar.

Kurz nach 3 Uhr konnte zumindest ein Fahrstreifen wieder freigegeben werden. Lkw und Auflieger mussten mit einem Kran geborgen werden, die Aktion zog sich nach Polizeiangaben bis etwa 9 Uhr hin. Kunz: "Die Arbeiten verzögerten sich, da der Lkw und der Anhänger nicht fahrbereit waren und vollständig verladen werden mussten."
Unfallursache: Sekundenschlaf
Der Fahrer gab den Beamten an, kurz eingenickt zu sein. Deshalb habe er seinen Lkw gegen den Rammbock gelenkt. Gesamtschaden: rund 180.000 Euro. "Diverse technische und elektrische Verkehrseinrichtungen" wurden laut Kunz am Tunnel beschädigt, der Lkw-Fahrer blieb unverletzt.
Der Verkehr staute sich auf zeitweise zwölf Kilometern bis Hamburg-Marmsdorf. "Sobald alle Spuren wieder frei sind, baut sich der Stau relativ zügig wieder ab", sagte Kunz.

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