Gehaltsstreit in Hamburg : Udo Lindenberg und Eddy Kante – Einigung ohne Gericht?

Eddy Kante war einst Leibwächter und enger Freund von Udo Lindenberg. Dann veklagte er den Musiker auf mehr als 563.000 Euro. Jetzt sieht es nach einem Kompromiss aus.

shz.de von
04. Juni 2014, 11:14 Uhr

Hamburg | Im Streit zwischen Rockmusiker Udo Lindenberg (68) und seinem früheren Leibwächter Eddy Kante (54) um Gehaltszahlungen suchen beide Parteien nach einem Kompromiss. Ursprünglich sollten beide am Mittwoch persönlich vorgeladen werden, zum Prozessauftakt im März waren sie schon nicht anwesend. Doch der vor dem Hamburger Arbeitsgericht anberaumte weitere Verhandlungstermin wurde durch den Vorsitzenden Richter auf Antrag der Parteien aufgehoben. Diese seien in außergerichtlichen Vergleichsgesprächen, teilte das Gericht am Mittwochmorgen mit. Ein neuer Termin werde erst anberaumt, wenn eine der Parteien dies beantrage.

Kante war bis 2013 Lindenbergs Bodyguard und hat den Musiker auf mehr als 563.000 Euro verklagt. Jahrelang habe Lindenberg ihn wie einen Arbeitnehmer behandelt, aber nicht wie einen bezahlt, behauptet er. Er habe nach Ansicht seiner Rechtsanwälte gewöhnlich bis zu 16 Stunden am Tag für den Musiker gearbeitet, dafür aber nur rund „1500 bis 1800 Euro“ pro Monat erhalten. Kante habe, so die Anwälte, als selbstständiger Fahrer zwar einen Dienstvertrag mit Lindenberg geschlossen, tatsächlich sei der Kläger aber eine Art „Referent für alles Mögliche“ gewesen und habe damit Anspruch auf ein Monatsgehalt von „mindestens 6500 Euro“ gehabt.

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