Misshandelte Dreijährige : Tod der kleinen Yagmur: SPD will alle Akten sehen

In dieser Woche verblutete die dreijährige Yagmur in Hamburg. Wer trägt die Verantwortung für ihren Tod? Alle Akten und E-Mails der Behörden sollen geprüft werden.

shz.de von
22. Dezember 2013, 17:55 Uhr

Nach dem Tod der kleinen Yagmur hat die SPD in der Hamburger Bürgerschaft eine intensive Prüfung des Falls durch die Abgeordneten angekündigt. „Wir werden uns sämtliche Akten, Vorgänge und Unterlagen einschließlich E-Mail-Verkehr aller Behörden, Dienststellen und Gremien sehr genau ansehen“, erklärte die Fachsprecherin für Familie, Kinder und Jugend der SPD-Fraktion, Melanie Leonhard, am Sonntag. „Die Geschehnisse rund um den tragischen Tod der kleinen Yagmur werfen viele Fragen auf.“ Am Montag werde die SPD in der Sondersitzung des Familienausschusses Aktenvorlage beantragen. Die Unterlagen sollen bis zum 31. Januar 2014 vorliegen, forderte Leonhard.

Die dreijährige Yagmur war am Mittwoch in der Wohnung der Familie im Stadtteil Billstedt an den Folgen eines Leberrisses gestorben. Gegen beide Eltern wurde Haftbefehl erlassen. Der Vater soll das Kind misshandelt und die Mutter nichts dagegen getan haben. Yagmur wurde seit ihrer Geburt von verschiedenen Jugendämtern betreut und durfte seit August dieses Jahres wieder bei ihren Eltern leben. Nach einer schweren Kopfverletzung des Mädchens Anfang 2013 hatte es Ermittlungen gegeben, in deren Fokus die Eltern standen.

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