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Rückkehr des Musicals „Phantom der Oper“ : „Tarzans“ letzter Schrei in Hamburg

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Vor fünf Jahren flog Deutschlands erster Musical-Tarzan im Lendenschurz über das Publikum in der Neuen Flora. Jetzt wird der Dschungel nach Stuttgart gebracht - und die Pariser Oper nach Hamburg.

Hamburg | Zum letzten Mal schwingt sich Deutschlands Musical-Tarzan durch den Hamburger Dschungel: Für die Disney-Show zur Musik von Phil Collins schließt sich an diesem Mittwoch im Theater Neue Flora nach rund fünf Jahren der letzte Vorhang. „Noch in der Nacht beginnen wir mit den Umbauarbeiten“, sagte eine Sprecherin des Musicalkonzerns Stage Entertainment. Das Urwald-Spektakel zieht weiter nach Stuttgart, wo das Musical im November im Apollo Theater Premiere feiern soll. Die Hamburger Spielstätte verwandelt sich dann in die Unterwelt der Pariser Oper - nach zwölf Jahren kehrt „Das Phantom der Oper“ zurück in die Hansestadt.

Mehr als 2000 Vorstellungen gab Tarzan in Hamburg, wo das Musical seit der Deutschlandpremiere - damals mit Anton Zetterholm in der Titelrolle - mehr als drei Millionen Besucher gesehen haben. Die Maskenabteilung verbrauchte nach Angaben der Macher in der Zeit 6144 Liter Body-Make-up - und 2240 Liter Make-up-Entferner sowie 5120 Kleenex Boxen (mit je 80 Tüchern), um alles wieder abzuschminken. Der „Caller“ gab insgesamt mehr als 1,4 Millionen Einsatzbefehle für „Tarzan“ - für die Flugnummern hoch über den Köpfen der Zuschauer.

Nicht nur 275 Kostüme ziehen um nach Stuttgart, auch das aus 10.000 Einzelteilen bestehende Gerüst hinter der Bühne wird transportiert Vierzig 40-Tonner fahren den Urwald durch Deutschland.

In Hamburg, wo mit „Rocky“ und dem „König der Löwen“ noch zwei weitere Stage-Entertainment-Produktionen laufen und eine vierte Spielstätte gerade errichtet wird, startet der Countdown für den Mann mit der Maske. „Schon in der nächsten Woche beginnen die Proben“, berichtete die Stage-Sprecherin. Am 28. November soll Andrew Lloyd Webbers Erfolgsmusical seine Wiederaufnahme feiern. Das Stück, das auf der gleichnamigen literarischen Vorlage von Gaston Leroux basiert, wird seit seiner Uraufführung ununterbrochen am Londoner Westend und am New Yorker Broadway gespielt.

In der Neuen Flora hatte es vor 23 Jahren Deutschlandpremiere. Bis zum Juni 2001 sahen rund acht Millionen Besucher das Musical. In den ersten beiden Jahren sang Peter Hofmann die Titelpartie, Anna Maria Kaufmann gab die Christine. In der Neuinszenierung wird der Schwede Mathias Edenborn das Phantom spielen. Die Freiburgerin Valerie Link übernimmt die Hauptrolle der Christine und Nicky Wuchinger aus Berlin verkörpert Raoul, den attraktiven Adeligen und Kontrahenten des Phantoms in der Liebe zu Christine. Diesmal soll der Mann mit der Maske zehn Monate lang in den Hamburger Katakomben leben.

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erstellt am 01.Okt.2013 | 10:04 Uhr

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