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Konzert : Supersexy und mit viel Charme

vom
Aus der Redaktion des Pinneberger Tageblatts

Justin Timberlake begeistert mit gutem Sound und Tanzeinlagen die Besucher in der ausverkauften O2-World in Hamburg.

shz.de von
erstellt am 06.Mai.2014 | 17:00 Uhr

Hamburg | Was ist nur aus den romantischen Zeiten geworden, als Konzertbesucher noch ihre Feuerzeuge zückten, um die Halle in ein Lichtermeer zu verwandeln? Heute wird stattdessen das kalte Licht des Smartphones bemüht. Ansonsten gibt es aber nichts zu bemängeln an dem hervorragenden Konzert von Justin Timberlake in der ausverkauften O2 -World in Hamburg.

Überhaupt war das Smartphone immer dabei. Zwei Mädchen schnitten eifrig alle Songs des sexy Sängers mit, anstatt die Show zu genießen und einfach hinzusehen. Dabei hätte sich das mehr als gelohnt. Denn solch eine Hitdichte findet sich selten: Von seinem immernoch tanzbaren Startsong seiner Karriere „Like I love you“, über „Future Sex“, „What goes around“, bis hin zu dem schmachtenden „Mirrors“. Timberlake lieferte ab. Die Fans dankten es mit Jubel und ab und an einem Kreischkonzert.

Für viele tanzte er wie ein junger Gott in Perfektion in seinem maßgeschneiderten Anzug über die riesige Bühne, auf der er aus der Entfernung ganz schön klein wirkte. Für den vollen Sound sorgte seine Bigband, die „Tennessee Kids“. Eine Gruppe Tänzer unterstützte den Amerikaner in Outfits, die an Timberlake selbst angelehnt waren. Es war ganz klar, wer hier im Mittelpunkt stand. Überheblich wirkte der Star aber keinesfalls. Lässig und charmant gab er sich während der zweieinhalbstündigen Show. Einige Brocken Deutsch hatte er sich natürlich zurecht gelegt. „Hamburg! Das ist supergeil“ hätte auch als Beschreibung für das Konzert gepasst. Gegen Ende der Performance löste sich ein langer Steg von der Bühne und beförderte ihn mitsamt seinen Background-Sängern bis an das andere Ende der Halle. Da hatte sich dann auch das VIP-Ticket gelohnt, denn dort stoppte die bewegbare Bühne. Timberlake schüttelte den wohlbetuchten Besuchern die Hände und gab mit der Gitarre Songs von Michael Jackson und Elvis Presley zum Besten. Angenehm war auch, dass es keine sich räkelnden Tänzerinnen gab, die sich ihm an den Hals warfen. Timberlake zeigte sich auch hier stilsicher.

Die außergewöhnliche Stimme des Performers mit den typischen Höhen zeigte sich besonders bei den herzzerreißenden Balladen wie „Cry me a river“. Der Sänger begeisterte ebenso mit den Up-Tempo-Nummern und verbreitete Party-Stimmung, während Lichtblitze durch die Halle schossen. Seine Vergangenheit als Mitglied der Boyband ’N Sync oder seine lange diskutierte Trennung von Britney Spears hat er längst hinter sich gelassen und sich einen großen Namen gemacht – als perfekter Performer mit Charme.

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