Nach Piloten, Post und Kitas : Streik im Handel in Hamburg: Verdi lehnt längeres Einkaufen ab

Lange Öffnungszeiten an Samstagen und Feiertagen – nicht mit Verdi. Die Gewerkschaft fordert 5,5 Prozent mehr Lohn.

shz.de von
09. Juni 2015, 06:50 Uhr

Hamburg | Die Gewerkschaft Verdi hat im Hamburger Großhandel zu ersten Warnstreiks aufgerufen. Mitarbeiter in drei Betrieben sollten am Dienstagmorgen die Arbeit niederlegen, wie ein Sprecher erklärte. Verdi hält das aktuelle Tarifangebot der Arbeitgeber für den Groß- und Außenhandel nach eigenem Bekunden für unzureichend. Mit dem Ausstand will die Gewerkschaft den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen.

Verdi fordert für die 50.000 Beschäftigten im Hamburger Groß- und Außenhandel 5,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt. Die Arbeitgeber bieten rückwirkend zum 1. Mai 2,0 Prozent mehr und ein Jahr später 1,5 Prozent plus. Gleichzeitig geforderte längere Öffnungszeiten an Samstagen, Heiligabend und Silvester sowie die Abschaffung der Samstagszulage lehnt Verdi ab. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 16. Juni terminiert.

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