Blick auf die Hansestadt : Stiftung will Hamburger Fernsehturm wiederbeleben

Hamburgs schönster Aussichtspunkt könnte bald wieder zugänglich sein.
Hamburgs schönster Aussichtspunkt könnte bald wieder zugänglich sein.

Die „Stiftung Fernsehturm Hamburg“ will die Initiative für eine Neueröffnung des „Telemichels“ vorantreiben und ist auf der Suche nach Geldgebern.

shz.de von
06. November 2013, 10:36 Uhr

Hamburg | Seit 12 Jahren ist der „Telemichel“ für die Hamburger Bürger nicht mehr erreichbar. Nun will die gemeinnützige „Stiftung Fernsehturm Hamburg“ den Turm wieder als Aussichtsplattform mit Drehrestaurant zugänglich machen.

Der Heinrich-Hertz-Turm im Stadtteil St. Pauli wurde geschlossen, weil die Fahrstühle nicht mehr den modernen Sicherheitsbestimmungen entsprachen. Die Gastronomie- und Aussichtsplattform waren daher nicht mehr zugänglich und mussten am 1. Januar 2001 ihre Türen schließen. Eine Modernisierung wäre für private Unternehmer damals zu teuer gewesen.

Die neu gegründete Stiftung rechnet laut Medienberichten mit 20 Millionen Euro, die es kosten soll, den 128 Meter hohen Turm für die nächsten 20 Jahre fit zu machen. Sie will als künftiger Betreiber die Modernisierung des Fahrstuhls finanzieren. Nach der monatelangen Sanierung sollen die Räumlichkeiten vermietet werden. Die Stadt Hamburg soll bereits eingewilligt haben und mit Planung des modernen Hochsicherheits-Fahrstuhls einverstanden sein.

Ein Nutzungs- und Sicherheitskonzept bis 2035 soll bereits erarbeitet worden sein. Über den Zeitraum hinaus macht eine Planung keinen Sinn, da Baustatiker dem „Telemichel“ 2010 nur noch eine Lebensdauer von höchstens 30 Jahren attestierten.

Nun werden Spender oder weitere Stiftungen gesucht, um den ehrgeizigen Pläne zu verwirklichen. „Ab 100.000 Euro freue ich mich auf einen direkten Kontakt, auch Verschwiegenheit ist gewährleistet, wenn gewünscht“, sagte Initiator Martin Dencker dem Radiosender „Oldie 95“.

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