Christopher Street Day und Pride Week : SPD hisst Regenbogenflagge - CSD Hamburg ohne Lesben und Schwule der Union

Die ablehnende Haltung der Bundes-CDU sorgt für Ärger bei den Lesben und Schwulen der Union. Sie verzichten auf Infostände.

shz.de von
22. Juli 2015, 12:33 Uhr

Hamburg | Die Lesben und Schwulen in der Union (LSU) verzichten aus Protest gegen die Haltung der eigenen Partei in diesem Jahr auf Info-Stände bei den Christopher Street Days (CSD) in Hamburg und Braunschweig. „Die Mitglieder der LSU Nord haben schlicht kein Einsehen mehr für die zögerliche Haltung der Bundes-CDU zur Gleichstellung von Eingetragener Lebenspartnerschaft und Ehe, um dann für diese Haltung auf den CSDs vor Ort gescholten zu werden“, erklärte der LSU-Nord-Vorsitzende Christian Röbcke-Gronau am Mittwoch. Bis zu einem Kurswechsel in der Union werde man Info-Stände künftig den jeweiligen Ortsverbänden und Mandatsträgern überlassen.

Der CSD geht auf das Jahr 1969 zurück, als es nach einer Polizei-Razzia im New Yorker Bezirk Greenwich Village zu dreitätigen, massiven Protesten von Lesben, Schwule, Transgender und Bisexuellen kam. In Erinnerung an diese Ereignisse finden seitdem in aller Welt jährliche politische Paraden statt.

Die SPD Hamburg kündigte unterdessen an, dass sie am Freitag (16 Uhr) auf ihrer Parteizentrale die Regenbogenflagge hissen werde, um anlässlich der Pride Week vom 24. Juli bis 2. August und des CSD ein deutliches Zeichen gegen Homo- und Transphobie und für die volle rechtliche und gesellschaftliche Gleichstellung von Lesben, Schwulen, Bi-, Trans- und Intersexuellen Menschen zu setzen. Das Hissen der Flagge sei auch Symbol für das Versprechen, dass der Kampf um die Gleichstellung weitergeführt werde. Die große Parade durch Hamburg startet am 1. August an der Langen Reihe/Ecke Schmilinskystraße (nahe dem Hauptbahnhof).

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen