Kiez : Sorge um "Hafenbasar"

 Foto: dpa
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Eine Institution auf dem Kiez ist bedroht: "Harrys Hamburger Hafenbasar". Inhaberin Karin Rosenberg starb an einem Herzinfarkt.

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14. April 2011, 07:54 Uhr

Hamburg | Der Hamburger Kiez sorgt sich um seine Institution "Harrys Hamburger Hafenbasar": Die Inhaberin des weit über die Hansestadt hinaus bekannten Trödelladens, Karin Rosenberg, Tochter des einstigen Seemanns und Ladengründers Harry Rosenberg, ist am Montag im Alter von 52 Jahren gestorben. "Sie starb an einem Herzinfarkt", sagte Kiez-Fotograf Günter Zint gestern. Ihr Vater, der den "Hafenbasar" vor mehr als 50 Jahren eröffnet hatte, war im Jahr 2000 gestorben. "Ich befürchte, dass nun wieder eine Institution auf St. Pauli verschwinden wird", meinte Zint.

Der "Hafenbasar" bietet ein Sammelsurium von exotischen Raritäten und Kuriositäten aus aller Welt. Eigentlich als Geschäft für Münzen gedacht, entwickelte sich der Laden zur Anlaufstelle für Matrosen, die ausgefallene Mitbringsel von ihren Reisen gegen Bares eintauschen wollten. Sie sorgten dafür, dass Harrys Geschäft zur "größten Rumpelkammer der Welt" (Zint) wurde. Prominente wie Freddy Quinn und Udo Lindenberg gehörten zu den Kunden des "Hafenbasars", der mehrfach vor dem Aus stand und nach etlichen Umzügen schließlich in der Erichstraße landete.
(dpa, shz)

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