Hintergrund : So wird nach verscharrten Leichenteilen gesucht

Als Kette setzen sich die Bereitschaftspolizisten in Bewegung und stochern im Boden. Wie beim Rudern ruft ein Polizist die Kommandos. Foto: Wüst
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Als Kette setzen sich die Bereitschaftspolizisten in Bewegung und stochern im Boden. Wie beim Rudern ruft ein Polizist die Kommandos. Foto: Wüst

Sondieren, stochern, schaufeln: Die Suche nach weiteren Leichenteilen im Naturschutzgebiet Höltigbaum ist Teamwork. So gehen die Polizisten vor.

shz.de von
18. Januar 2013, 11:25 Uhr

Hamburg | In einer Einsatzbesprechung wird das Suchgebiet zunächst in Sektionen aufgeteilt. Dann stellt sich die Polizeikette auf und marschiert gemeinsam auf Kommando los. Dicht an dicht und in geringem Abstand zum Seitenmann, zieht die Formation dabei langsam durch das vorher festgelegte Durchsuchungsgebiet.
Zunächst wird die Oberfläche des Bodens Zentimeter für Zentimeter akribisch untersucht. Danach stochern die Polizisten mit langen Suchstangen aus Metall in den Boden hinein. Wird dabei in der Erde etwas entdeckt, bleibt die Polizeikette auf Zuruf sofort stehen.
Dann wird die Spurensicherung der Mordkommission aktiv. Mit Spaten und Schaufeln legen die Kripobeamten die betreffende Fundstelle frei. Den Fundort wird auf einer Karte eingetragen, nummeriert und fotografiert. Gefundene Gegenstände werden sichergestellt, verpackt und in Papiertüten abtransportiert.

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