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Reaktionen zum Tod : SH und Hamburg trauern um Siegfried Lenz

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Mit großer Trauer nehmen Menschen in Hamburg und Schleswig-Holstein Abschied von Schriftsteller und Ehrenbürger Siegfried Lenz. shz.de hat die Reaktionen für Sie zusammengefasst.

Thomas Ganske, Verleger
„Jetzt bleibt die Erinnerung an eine einzigartige Freundschaft, an einen großen Menschen und als Zeugnis dafür seine Bücher“, erklärt Ganske vom Verlag Hoffmann und Campe. „Wir sind zusammen fischen gegangen und haben über seine Bücher und Pläne gesprochen.“ Lenz habe ihn ein Leben lang begleitet.

Olaf Scholz, Hamburgs Bürgermeister (SPD)
„Hamburg trauert um den Ehrenbürger Siegfried Lenz, den aufmerksamen Beobachter, den großen Erzähler, den über die Grenzen Deutschlands hinaus hoch angesehenen Schriftsteller“, erklärt Scholz. Lenz habe menschliche Schicksale immer wieder mit aktuellen gesellschaftlichen und politischen Fragen verknüpft. „Auch damit hat er das Bild Hamburgs und der Bundesrepublik Deutschland in der Welt geprägt. Die 'Deutschstunde' gehört für mich zu den wichtigsten Büchern, die ich gelesen habe“, sagt Scholz. In „Leute von Hamburg“ habe er den Bürgern seiner Heimatstadt freundlich-ironisch einen Spiegel vorgehalten. „Hamburg hat nicht nur einen Ehrenbürger verloren, sondern auch einen bedeutenden, geschätzten Schriftsteller und eine beeindruckende Persönlichkeit.“

Barbara Kissler, Hamburgs Kultursenatorin (parteilos)
„Die Werke von Siegfried Lenz haben die Zeitgeschichte Deutschlands eindrücklich und einfühlsam in Worte gefasst und insbesondere der Nachkriegsgeneration eine Stimme gegeben.“

Torsten Albig, Ministerpräsident (SPD)
„Siegfried Lenz hatte sich über viele Jahrzehnte hinweg Schleswig-Holstein als zweite Heimat gewählt und war dem Land auf das Engste verbunden“, sagt Albig. Er habe mit seinen Werken die Landschaften und Orte sowie die Menschen in Schleswig-Holstein in unvergleichlicher, charmanter und vor allem immer einfühlsamer Weise in die Welt hinausgetragen und sie literarisch bedeutsam werden lassen. „Dass das Land zwischen den Meeren wieder eine Literatur-Landschaft von Rang wurde, ist nach Theodor Storm und Thomas Mann vor allem auch Siegfried Lenz zu verdanken. Mit Stolz und Dankbarkeit hat Schleswig-Holstein Siegfried Lenz zu seinem Ehrenbürger ernannt. In Trauer nehmen wir Abschied.·“

Anke Spoorendonk, Kulturministerin SH (SSW)
„Er war einer der bedeutendsten deutschen Nachkriegsautoren, der viele Millionen begeisterter Leser gefunden hat - auch mich“, sagt die Politikerin. Auch in Dänemark habe Lenz zu den bekanntesten Autoren gehört. Er habe dort das Deutschland-Bild mit verändert, sagt Spoorendonk. „Zudem war er politisch engagiert und setzte sich für Versöhnung und friedliches Zusammenleben ein, auch darin war er vorbildhaft.“

Reimer Böge, Landesvorsitzender der CDU
"Siegfried Lenz war einer der bedeutendsten Schriftsteller Deutschlands. Er hat Schleswig-Holstein und die Menschen in unserem Land in seinen Werken beschrieben. Mit seinen Worten hat er so ein Bild des Landes gemalt und dies in die Welt getragen."

Wolfgang Kubicki, Vorsitzender der FDP-Landtagsfraktion
„Mit Siegfried Lenz ist einer der talentiertesten deutschen Schriftsteller der Nachkriegszeit abgetreten. Seine Werke werden uns in Erinnerung bleiben: Sie haben Generationen begeistert, und sie werden es auch künftig – da bin ich ganz sicher. Siegfried Lenz war geradlinig und ließ sich nicht verbiegen. Ein Charakterzug, den ich bewundere und für den ihm unser aller Respekt gebührt.“

Martin Schulz, EU-Parlamentspräsident (SPD)
„Wir verlieren mit ihm einen ganz großen Autor, der uns ein unvergessliches Werk geschenkt hat.“

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erstellt am 07.Okt.2014 | 14:10 Uhr

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