Unfalluntersuchung : Seeleute auf deutschem Frachter sind erstickt

In Goole im Nordosten Englands sind in der vergangenen Woche drei Crewmitglieder eines Hamburger Frachters gestorben. Eine Untersuchung ergab, dass die Seeleute erstickt sind.

shz.de von
02. Juni 2014, 12:24 Uhr

Goole | Die drei toten Seeleute an Bord des deutschen Frachters „Suntis“ sind nach Angaben der Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) erstickt. Es sei zu hundert Prozent sicher, dass die Männer infolge von Sauerstoffmangel im Frachtraum starben, sagte der Direktor der Hamburger Behörde, Volker Schellhammer, am Montag. Messungen im Laderaum hätten einen äußerst niedrigen Sauerstoffgehalt gezeigt.

Das Schiff, das für die Reederei Warnecke Schifffahrt in Heiligenstedten bei Itzehoe fährt, war voll beladen mit Palettenholz. Es hatte seine Ladung von Finnland ins nordenglische Goole gebracht. Nach einem Notruf der Besatzung waren die drei Männer in der vergangenen Woche in ein englisches Krankenhaus gebracht worden, wo sie wenig später starben.

Bei den Toten handelte es sich dabei um einen 60-jährigen Deutschen sowie zwei phillippinische Crewmitglieder im Alter von 33 und 38 Jahren.

Das Frachtschiff „Suntis“ ist 82,31 Meter lang, 11,3 Meter breit, hat 3,86 Meter Tiefgang und eine Tragfähigkeit von 1815 Tonnen. Es lag seit Sonnabend mit Holzladung in Goole. Der Frachter wurde 1985 auf der Schiffswerft Hugo Peters in Wewelsfleth erbaut. Die Reederei wollte zu dem Unglücksfall keinen Kommentar abgeben. In einer Stellungnahme sagte der Hafenbesitzer Associated British Ports: „Wir arbeiten weiterhin eng mit den zuständigen Behörden zusammen, um die Umstände dieser Todesfälle aufzuklären. Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen, die von diesem tragischen Schiffsunglück betroffen sind.“

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