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Mirko Slomka : Seeler über HSV: Der Trainer ist nicht allein schuld

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Beim „Tag der Legenden“ am Millerntor in Hamburg machen sich die Fußballer Gedanken um ein Sorgenkind der Bundesliga.

shz.de von
erstellt am 07.Sep.2014 | 17:52 Uhr

Hamburg | Die Neuen werden's richten! Das zumindest hoffen viele Altstars des Hamburger SV, für die der verpatzte Saisonstart des Bundesliga-Dinos keineswegs überraschend kommt. „So eine Saison wie letztes Jahr streifst du nicht einfach so ab“, führte Ex-Sportchef Bastian Reinhardt am Sonntag als Erkärung an, warum die Slomka-Elf nach dem Fast-Abstieg in der Vorsaison auch den Start in die neue Spielzeit vergeigte. Der frühere Abwehrspieler, der eine „schwierige Hinrunde“ erwartet, empfahl dem traditionell hektischen HSV-Umfeld: „Es sind alle gut beraten, die Nerven zu behalten.“ 

Club-Ikone Uwe Seeler nahm als Krisenbegleiter in der aktuellen Debatte Coach Mirko Slomka in Schutz. „Ich denke, dass nicht immer der Trainer allein schuld ist“, sagte Seeler am „Tag der Legenden“ in Hamburg. Vielmehr - so die fast einhellige Meinung am Rande des von TV-Moderator Reinhold Beckmann initiierten Benefizspiels - sind jetzt die Spieler in der Verantwortung. „Ich hoffe, dass sie sich schnell fangen“, sagte Seeler.

Geht es nach Ex-Coach Thomas Doll, werden die Neuen wie Lewis Holtby, Nicolai Müller oder Cleber den kriselnden Fußball-Club beleben. „Ich denke, dass mit den neuen Spielern frischer Wind reinkommt“, sagte Doll, der langjährigen Stammkräften schwere Zeiten prognostizierte. Dass auch die Clubführung in der aktuellen Situation vor allem auf die mit Kühne-Millionen geholten Akteure setzt, machte auch Aufsichtsratsmitglied Thomas von Heesen deutlich: „Der Trainer braucht Zeit, um mit den neuen Spielern zu arbeiten.“ 

Ex-Keeper Richard Golz riet den Verantwortlichen um Clubchef Dietmar Beiersdorfer, nicht in Hektik zu verfallen. „Man kann nicht erwarten, dass auf Knopfdruck alles anders wird.“ Zwar sei man durch die jüngsten Weichenstellungen auf „einem richtigen Weg“, pflichtete Hans-Jörg Butt bei. „Aber“, so der frühere Nationaltorhüter, „ich glaube, dass man jetzt nicht erwarten kann, dass durch die Umstrukturierung von heute auf morgen alles besser wird.“ 

Der langjährige Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack machte sich bei seinem Abstecher in die Hansestadt „natürlich Gedanken“ über den HSV. Mit Blick auf die jüngste 0:3-Heimniederlage gegen Aufsteiger Paderborn sagte er, er sei immer wieder verwundert über die schlechten Leistungen. Und fügte hinzu: „Letztes Jahr sind sie mit zwei blauen Augen davongekommen, viel schlechter kann es ja nicht mehr werden.“

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