Erste Auslandsreise als Regierungschef : Scholz startet gen China und Japan

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Es ist seine erste große Auslandsreise als Regierungschef - Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz bricht an diesem Wochenende nach China und Japan auf.

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09. November 2011, 06:52 Uhr

Hamburg | Im Zentrum des siebentägigen Besuchs in Peking und den Hamburger Partnerstädten Shanghai sowie Osaka stehen politische Gespräche etwa zur Eurokrise, aber auch ein kultureller und wissenschaftlicher Austausch. So werde Scholz an drei Universitäten Vorträge halten, teilte die Senatskanzlei mit. Begleitet wird der Bürgermeister von einer Wirtschaftsdelegation.

In der chinesischen Hauptstadt wird Scholz laut Senatskanzlei vor allem als stellvertretender SPD-Bundesvorsitzender sprechen, da die Sozialdemokratie seit Jahrzehnten in Kontakt mit Chinas KP stehe. Die Gesellschaft für bedrohte Völker erwartet, dass Scholz dabei auch die Menschenrechtssituation in dem Land anspricht. "Hamburg als die wichtigste Stadt Chinas in Europa hat da eine vorzügliche Stellung, um mit solchen Einwürfen gehört zu werden", sagte der Asienreferent der Organisation, Ulrich Delius.

Die 15-Millionen-Einwohnerstadt Shanghai - die zweite Station der Bürgermeisterreise - ist seit 25 Jahren Hamburgs Partnerstadt. Was beide nicht zuletzt verbindet: Shanghai verfügt über den weltweit zweitgrößten Containerhafen, Hamburg wiederum hat Europas drittgrößten Hafen. Bei Gesprächen dürfte es auch um den Hafenausbau und die von der Wirtschaft seit langem geforderte Elbvertiefung stehen. Containerriesen aus China laufen regelmäßig auch Hamburg an.

Die letzte Station der Reise führt Scholz ins japanische Osaka. Die an der Westküste gelegene Hafenstadt mit rund 2,6 Millionen Einwohnern gilt als das traditionelle Handelszentrum Japans. Hamburg pflegt mit ihr seit 1989 eine Städtepartnerschaft.

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