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Sportbehörde in Hamburg : Scholz setzt auf Sport: Mehr Führungspersonal für Olympia 2024

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Die Olympia-Bewerbung ist das wichtigste Projekt der Hamburger Koalition. Neue Staatsräte gibt es nicht nur im Sport.

Hamburg | Wegen der Hamburger Olympia-Bewerbung steckt Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) mehr Kapazität in die Führungsetage der zuständigen Sportbehörde. So erhält der bisherige Senatssprecher Christoph Holstein eine volle Stelle als Sportstaatsrat, wie der Senat am Freitag mitteilte. Bis zu seinem Wechsel in die Bürgerschaft wurde das Amt mit einer halben Stelle von Karl Schwinke (SPD) ausgefüllt und seit der Bürgerschaftswahl von Innenstaatsrat Volker Schiek mit erledigt. Holstein war seit 2011 Senatssprecher. Zuvor hatte der 51-Jährige die Pressestelle der SPD-Bürgerschaftsfraktion geleitet.

Deutschland will sich mit Hamburg für Olympia 2024 bewerben - das steht seit dem 17. März 2015 fest. Im Herbst sollen die Hamburger in einem Referendum entscheiden, ob sie die Spiele in die Stadt holen wollen. Der DOSB und Hamburg werden die Kandidatur am 15. September 2015 beim Internationalen Olympischen Kommitee (IOC) anmelden.

Neben Holstein kommt aufseiten der SPD in der rot-grünen Koalition der bisherige Leiter des Planungsstabes in der Senatskanzlei, Rolf Bösinger, neu in die Staatsratsriege. Er wird sich unter Senator Frank Horch (parteilos) um die Bereiche Wirtschaft und Innovation kümmern, so dass sich Staatsrat Andreas Rieckhof wieder auf den Bereich Verkehr konzentrieren kann. Ebenfalls neu ist Matthias Kock aus der Stadtentwicklungsbehörde. Er wird Bausenatorin Dorothee Stapelfeldt (SPD) zuarbeiten.

Bei den Grünen übernimmt die bisherige Vizepräsidentin der Hamburgischen Bürgerschaft, Eva Gümbel, den Staatsratsposten in der Wissenschaftsbehörde, so dass sich deren bisheriger Vertreter Horst-Michael Pelikahn künftig allein um den Kulturbereich kümmert.

Im neu geschaffenen Ressort Umwelt und Energie wird Michael Pollmann - er war bereits zwischen 1997 und 2001 Staatsrat in der Umweltbehörde - mit Senator Jens Kerstan (Grüne) zusammenarbeiten. Bis zu seinem Dienstantritt Anfang Mai übernimmt noch der bisherige Staatsrat Holger Lange den Job.

Ebenfalls neu in der Staatsratsmannschaft ist die Leiterin des Zentralen Personalmanagements der schleswig-holsteinischen Staatskanzlei, Katja Günther. Die Juristin arbeitet künftig in der Justizbehörde von Till Steffen (Grüne). Justizstaatsrat Nikolas Hill (CDU) verlässt die Behörde, soll aber weiter für die Stadt tätig sein. „Die rot-grüne Personalpolitik entwickelt sich für die Hamburger zunehmend zu einem Fass ohne Boden“, kritisierte CDU-Fraktionschef André Trepoll das Personaltableau des Bürgermeisters. Mit 27 Mitgliedern habe Hamburg als drittkleinstes Bundesland deutschlandweit eine der größten Landesregierungen. „Dieser aufgeblähte Senat steht nicht für ein modernes und effizientes Hamburg, sondern scheint in erster Linie ein Projekt, um rote und grüne Parteimitglieder zu versorgen.“

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erstellt am 17.Apr.2015 | 16:33 Uhr

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