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Meldungen

22. August 2017 | 17:37 Uhr

Schleusen-Streik eskaliert

vom

Seit gestern steht wieder am Nord-Ostsee-Kanal die Arbeit still

Kiel/Berlin | Die Gewerkschaft Verdi hat die Streiks bei den Wasser- und Schifffahrtsverwaltungen (WSV) in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern gestern ausgeweitet. Zahlreiche Schleusen, so auch am Nord-Ostsee-Kanal in Kiel, waren seit 6 Uhr betroffen, ebenso Teile der Elbe. "Der Streik ist planmäßig angelaufen", sagte ein Verdi-Sprecher in Kiel. Rund 600 Mitarbeiter der WSV in Kiel, Lübeck, Lauenburg, Stralsund und Rostock waren aufgerufen, die Arbeit niederzulegen. Von insgesamt vier Schichten sind zwei an Fremdfirmen vergeben. "Nachts, von 22 Uhr bis morgens 6 Uhr, wird der Betrieb laufen", sagte ein Sprecher der WSV in Kiel. Gestern Mittag waren laut WSV acht Schiffe im Kanal unterwegs. Neben dem Streik verschärfen seit gestern planmäßige Reparaturarbeiten die Situation in Kiel-Holtenau. Die große Nord-Schleuse bleibt unter anderem wegen des Torschienenwechsels sechs Wochen gesperrt. Die große Süd-Schleuse hingegen ist vom Streik betroffen.

In den kommenden Tagen und in der nächsten Woche will Verdi den Streik ausweiten: Heute am Nord-Ostsee-Kanal in Brunsbüttel sowie unter anderem in Berlin. In Kiel plant Verdi heute eine Kundgebung. Die Gewerkschaft fordert Verhandlungen über einen Sozialtarifvertrag, um Folgen der geplanten Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung abzumildern. Verdi befürchtet, dass bundesweit 3000 von 12 000 Arbeitsplätzen wegfallen.

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erstellt am 15.Aug.2013 | 03:09 Uhr

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