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Hamburg : Schifffahrtskrise drückt Hapag-Lloyd tiefer ins Minus

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Sieben Jahre Krise und kein Ende. Die Schifffahrt fährt weiter Verluste ein und die führende deutsche Linienreederei Hapag-Lloyd kann sich dem nicht entziehen. Trotz roter Zahlen sieht sich das Unternehmen für die Zukunft aber gut gerüstet.

shz.de von
erstellt am 13.Mai.2014 | 13:06 Uhr

Hamburg | Kurz vor der geplanten Fusion mit der Containersparte der chilenischen Reederei CSAV ist Hapag-Lloyd tiefer in die Verlustzone gerutscht. Der operative Verlust betrug in den ersten drei Monaten des Jahres 63 Millionen Euro (Vorjahreszeitraum: 53 Mio Euro), wie die Reederei am Dienstag in Hamburg mitteilte. Das Konzernergebnis - einschließlich Einmalkosten für die CSAV-Übernahme - lag bei minus 119 (-94) Millionen Euro. Dabei ist die Transportmenge im 1. Quartal um 5,5 Prozent auf 1,4 Millionen Standardcontainer (TEU) gewachsen. Der Umsatz reduzierte sich dennoch auf 1,55 (1,65) Milliarden Euro.

Hauptursache für die Verluste sind neben Wechselkurseinflüssen die niedrigen Frachtraten in der Container-Linienschifffahrt. Die durchschnittliche Frachtrate sei um 124 Dollar je Container auf 1422 Dollar zurückgegangen. Zwar habe Hapag-Lloyd auch die Kosten senken können und eine Entlastung bei den Treibstoffkosten zu verzeichnen.

Der durchschnittliche Preis für eine Tonne Treibstoff ging von 627 auf 595 Dollar zurück. „Das entspricht jedoch nach wie vor einem sehr hohen Gesamtniveau, das durch das aktuelle, viel zu niedrige Ratenniveau in keiner Weise ausgeglichen werden kann“, heißt es in der Mitteilung. Trotz der Verluste sieht sich Hapag-Lloyd für die Zukunft gut aufgestellt. Mit einer Eigenkapitalquote von 40 Prozent und einer Liquiditätsreserve von rund 535 Millionen Euro sei das Unternehmen sicher finanziert. Durch die Integration der Containersparte von CSAV werde Hapag-Lloyd seine Wettbewerbsfähigkeit noch einmal deutlich verbessern.

Gegenwärtig laufen die Verfahren bei verschiedenen Kartellbehörden weltweit. Nach Abschluss des Verfahrens wäre Hapag-Lloyd mit rund 200 Schiffen und einer Transportkapazität von einer Million TEU die viertgrößte Containerreederei der Welt.

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