A1 in Hamburg : Schaden an Süderelbbrücke schwerer als angenommen

Wegen eines Schiffsunfalls an der Süderelbbrücke in Hamburg stockt es jetzt wochenlang auch auf der Autobahn 1.
Wegen eines Schiffsunfalls an der Süderelbbrücke in Hamburg stockt es jetzt wochenlang auch auf der Autobahn 1.

Staus und zäher Verkehr auf der A1 rund um Hamburg: Die Süderelbbrücke ist nach einem Schiffsunfall nur noch einseitig befahrbar – das wird auch erst einmal so bleiben.

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17. Dezember 2014, 12:59 Uhr

Hamburg | Nach einem Schiffsunfall an einer Brücke der A1 über der Hamburger Süderelbe sind die Schäden offenbar größer als zunächst angenommen. „Wichtige Teile sind abgerissen. Das ganze Schadensbild hat sich erst gezeigt beim Rein- und Runtergucken“, sagte die Sprecherin der Verkehrsbehörde, Helma Krstanoski, am Mittwoch.

Rund um Hamburg müssen sich Autofahrer wegen der Schäden in den kommenden Wochen auf erhebliche Verkehrsbehinderungen einstellen.

Nach Angaben der Verkehrsbehörde ist ein Hauptträger der Brücke verformt und in sich verdreht. Zudem seien Querträger, vertikale Versteifungen und Schweißnähte gerissen. Ingenieure seien noch mit der Sichtung der Schäden beschäftigt, erklärte Krstanoski. Dafür setzen die Experten auch Spezialgerät ein.

Die Behörde hoffe, bis Ende des Jahres das genaue Ausmaß der Schäden zu kennen, betonte die Sprecherin – erst danach könne ein Reparaturplan erstellt werden. Noch könne niemand sagen, wie lange die Sanierung dauern und wie viel sie kosten werde. An Spekulationen, ob die Brücke möglicherweise abgerissen werden muss, wolle sich die Behörde nicht beteiligen.

Ein Lastkahnverband hatte am Donnerstag einen Hauptträger der Süderelbbrücke gerammt. Eine Seite der Brücke ist seitdem gesperrt. Auf der anderen, intakten Seite wurden je zwei Fahrstreifen in beide Richtungen eingerichtet. Durch den Engpass kommt es nach Angaben der Verkehrsleitzentrale der Polizei auf der A1 immer wieder zu Staus.

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