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Klage des Hamburger Senats : Rote Flora: Eigentümer bleibt gelassen

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Der Senat möchte zur Wahrung des Friedens die Flora erhalten. Geplant ist ein Zwangsrückkauf. Klausmartin Kretschmers Immobilienberater Gert Baer sieht keine Chance für die Stadt Hamburg.

shz.de von
erstellt am 11.Apr.2014 | 16:27 Uhr

Hamburg | Im juristischen Streit um die „Rote Flora“ hat die angekündigte Klage der Stadt Hamburg den Eigentümer des linksautonomen Kulturzentrums, Klausmartin Kretschmer, erreicht. „Wir sehen das ganz gelassen“, sagte Kretschmers Immobilienberater Gert Baer am Freitag auf dpa-Anfrage. Er habe das Schreiben gerade erst bekommen. „Wir freuen uns auf das genaue Studium dieser Klage.“ Dann werde es eine entsprechende Antwort geben. Baer ist sich sicher, dass die Stadt keine Chance habe, einen Rückkauf des heruntergekommenen Ex-Theaters durchzusetzen. „Jeder Jurist wird darüber nur den Kopf schütteln.“ 

Hintergrund des Streits: Kretschmer hatte das Gebäude 2001 für umgerechnet 190 000 Euro gekauft. Der Investor und der SPD-Senat streiten seit Monaten um die „Rote Flora“, nachdem Kretschmer Umbaupläne für ein kommerzielles Kulturzentrum öffentlich gemacht hatte. Mit diesem Bauvorhaben verstößt er aus Sicht der Stadt gegen den damaligen Kaufvertrag.

Der Senat möchte auch zur Wahrung des Friedens in der Stadt die Flora erhalten. Er betreibt einen Zwangsrückkauf, da Kretschmer ein Angebot über 1,1 Millionen Euro ausgeschlagen hatte. Wegen der seit bald 25 Jahren besetzten Flora gibt es seit Jahren immer wieder gewalttätige Auseinandersetzungen.

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