Richtig Flagge zeigen

shz.de von
15. Juni 2014, 18:55 Uhr

Spätestens wenn heute Abend das Deutsche WM-Team in Brasilien gut gewinnt, ist das Fußballfieber auch auf den Straßen wieder spürbar: Landesfähnchen am Seitenfenster, die heimatliche Flagge quer über die Motorhaube gespannt oder nationalbewusste „Spiegel-Puschen“ an den Autos bekennender Fußballfans. Spitzenreiter der Accessoires ist die Fahne, die sich nach einen aktuellen Umfrage 74 Prozent der Dekorateure an die Autoscheibe klemmen. Sie ist einfach anzubringen, günstig und fast überall erhältlich.

Bei aller Begeisterung für die deutsche oder andere Fußballnationalmannschaften gilt es beim Autoschmuck die Verkehrssicherheit und den Versicherungsschutz nicht zu gefährden. Darauf weisen Versicherungen wie Cosmos Direct hin .

Die Accessoires müssen sicher befestigt sein und dürfen die Sicht des Fahrers nicht beeinträchtigen. Auch andere Verkehrsteilnehmer dürfen nicht behindert oder gar gefährdet werden. Die Plastik-Stiele der Fahnen sind nicht für hohe Geschwindigkeiten ausgelegt. Der TÜV empfiehlt Autofahrern mit einer Klemmfahne in der Scheibe, nicht schneller als 50 Kilometer pro Stunde zu fahren. Bei den im Handel erhältlichen Magnetfahnen liegt die Höchstgeschwindigkeit laut Hersteller bei 100 Stundenkilometern. Bricht die Fahne ab und beschädigt ein anderes Fahrzeug oder verletzt sogar eine Person, haftet der Fahrer des beflaggten Fahrzeugs, erklärt Cosmos Versicherungsexperte Bohnhöft. Die Haftpflichtversicherung kann in diesem Fall die Schadenzahlung verweigern.

Ein weiteres Risiko stellen Seitenfenster dar, die aufgrund der eingesteckten Fähnchen nicht richtig geschlossen werden können. Einbrechern wird so der Zugang zum Auto erleichtert. Der Schutz der Kasko-Versicherung gegen Einbruch und den Diebstahl des Fahrzeugs kann damit gefährdet sein.

Vorsicht ist aber bei großformatigen Nationalflaggen geboten: „Eine Flagge an einer Stange während der Fahrt aus dem Fenster zu halten, kann andere Verkehrsteilnehmer gefährden und ist daher nicht erlaubt“, so der Experte.

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