„Never mind the Papers“ : „Recht auf Stadt“: Demo zur Flüchtlingspolitik in Hamburg

Ein Ausschnitt aus dem Youtube-Video der Veranstalter.
Ein Ausschnitt aus dem Youtube-Video der Veranstalter.

Der Titel der Demo gibt Rätsel auf. Es geht den Veranstaltern um die Flüchtlinge in Hamburg - um Krankenversorgung und Wohnungen.

shz.de von
29. Januar 2015, 13:21 Uhr

Hamburg | Mehr als 90 Organisationen haben für diesen Samstag in Hamburg zu der Demonstration „Recht auf Stadt - Never mind the Papers“ aufgerufen. Im Kern gehe es bei der Kundgebung um die Achtung unveräußerlicher Menschenrechte, teilen die Veranstalter mit. Nach Angaben der Polizei vom Donnerstag werden bei dem Demonstrationszug in der Innenstadt rund 3000 Teilnehmer erwartet. Die Behörden rechnen mit einem friedlichen Verlauf.

Das Bündnis, an dem auch Mitglieder der Flüchtlingsgruppe „Lampedusa in Hamburg“ beteiligt seien, setzt sich unter anderem für ein Krankenversicherung, Wohnung und uneingeschränkte Arbeitserlaubnis für alle ein. Was wollen die Demonstranten? Ein Youtube-Video gibt die Antwort:

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Die Demonstrationsroute verläuft den Angaben zufolge von den Landungsbrücken über den Rödingsmarkt zum Rathaus. Von dort aus gehe es über die Mönckebergstraße in Richtung Jungfernstieg, um dann über den Neuen Wall wieder zum Rathausmarkt zu gelangen.

„Wir sind Menschen, die es nicht hinnehmen wollen, dass die unveräußerlichen Menschenrechte für unsere Nachbarin nicht gelten sollen“, erklärten die Organisatoren. In Hamburg sei Platz für alle, außer für jene, „die uns unsere Rechte nehmen wollen“. Gerade in einer Zeit sozialer Kälte, gerade in der Zeit von Pegida sei es wichtig, sich gegen die Ausgrenzung von Menschengruppen zu stellen.

Auf einem Blog zur Demo schreiben die Veranstalter: „Im Februar wird in Hamburg gewählt. Zur Wahl stellt sich ein selbstzufriedener Senat, der glaubt, alles richtig gemacht zu haben. Wir erheben unsere Stimmen und widersprechen.“

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