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Verbreitung über WhatsApp oder Skype : Razzien gegen Kinderporno-Ring - auch in Hamburg

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Über WhatsApp oder Skype verbreiteten Männer Kinderpornos und chatteten über Sex mit Minderjährigen.

shz.de von
erstellt am 11.Jun.2015 | 12:53 Uhr

Hamburg | Mit Durchsuchungen in Hamburg und sieben anderen Bundesländern ist die Polizei gegen einen mutmaßlichen Kinderpornografie-Ring vorgegangen. In der Hansestadt wurde die Wohnung eines 24-Jährigen in Billstedt durchsucht, teilte die Staatsanwaltschaft am Donnerstag mit. Er soll es „unternommen haben, sich Besitz von kinderpornografischen Dateien zu verschaffen“, sagte Oberstaatsanwältin Nana Frombach. Es gehe um drei Fälle mit jeweils zehn bis 18 Bildern. Die Höchststrafe betrage zwei Jahre Haft. Der Mann sei auf freiem Fuß, einen Haftbefehl gebe es nicht.

In Hessen seien am Mittwoch wegen des Verdachts der Verbreitung und des Besitzes kinderpornografischer Schriften die Wohnungen von zwölf Tatverdächtigen im Alter zwischen 20 und 56 Jahren unter die Lupe genommen und Datenträger sichergestellt worden, teilte die Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft mit. Zeitgleich habe es Aktionen außer in Hamburg auch in Baden-Württemberg, Bayern, Mecklenburg-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Sachsen-Anhalt gegeben.

Wie viele Wohnungen bundesweit durchsucht wurden, konnte eine Sprecherin der Generalstaatsanwaltschaft nicht sagen. Ermittelt werde gegen insgesamt 80 Tatverdächtige. Sie sollen sich zwischen September 2011 und Mai 2014 auf verschiedenen Wegen - etwa über Mail, den Kurznachrichtendienst WhatsApp oder Skype - über den sexuellen Missbrauch von Kindern unterhalten und kinderpornografische Bilder und Videos miteinander getauscht haben. Auf die Spur der Beschuldigten waren die Fahnder nach einer Durchsuchung der Wohnung eines mutmaßlichen Nutzers eines geschlossenen Internet-Forums aus dem hessischen Kreis Darmstadt-Dieburg im August 2014 gekommen.

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