Hamburg : Razzia bei Krankenkasse Securvita BKK

Unter Verdacht: Securvita. Foto: dpa
Unter Verdacht: Securvita. Foto: dpa

Staatsanwaltschaft und Landeskriminalamt haben am Donnerstag die Zentrale der Krankenkasse Securvita BKK in Hamburg durchsucht. Der Verdacht: Untreue.

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24. September 2011, 09:23 Uhr

"Es geht um den Verdacht der Untreue durch fragwürdige Vertragsabschlüsse, die möglicherweise die Vermögensinteressen der Kasse verletzt haben", sagte Oberstaatsanwalt Wilhelm Möllers. Die Razzia mit rund 80 Polizeibeamten und drei Staatsanwälten zielte auf das Firmengeflecht von einem der insgesamt sechs Beschuldigten, gegen die bereits seit Monaten ermittelt wird. "Wir sichern Unterlagen jedweder Art: Verträge, Beschlüsse, Buchhaltungs- und Kontounterlagen", erklärte Möllers.
Bei den Vorwürfen soll es unter anderem um den Mietvertrag für den Hauptsitz der Kasse im Stadtteil St. Georg gehen. Nach früheren Angaben könnte der langfristige Mietvertrag mit einer Fläche über den Bedarf hinaus einen Millionenschaden für die Kasse bedeuten. Gegen Verwaltungsratschef Thomas Martens wurde der Vorwurf erhoben, er könnte über den Verkauf einer Unternehmensbeteiligung profitiert haben. Martens hatte alle Vorwürfe zurückgewiesen.
Die Ermittlungen waren durch zwei Strafanzeigen ins Rollen gekommen. Eine stammt vom Bundesversicherungsamt, der Bonner Aufsichtsbehörde der Krankenkassen.

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