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Video zum 1. Mai : Randale bei Linken-Demo in Hamburg

vom

Wieder ist es bei einer Demo am 1. Mai in Hamburg nicht friedlich geblieben: Böller, Steine und Flaschen fliegen auf Polizisten. Die Beamten reagieren mit Wasserwerfern und Schlagstöcken. Es gibt Verletzte auf beiden Seiten. shz.de zeigt die Randale im Video.

Hamburg | Der Start in den Mai war in Hamburg auch in diesem Jahr wieder von Krawallen begleitet. Bei der „Revolutionären 1. Mai“-Demonstration der linken Szene flogen am Donnerstagabend Böller, Flaschen und Steine. Die Polizei ging mit Wasserwerfern, Schlagstöcken und Pfefferspray gegen die Demonstranten vor.

Ein Sanitäter sprach von mehr als 50 verletzten Demonstranten. Nach Polizeiangaben erlitten zudem 20 Beamte Verletzungen. Nach einer ersten Bilanz wurden 15 Menschen festgenommen, fünf weitere kamen in Gewahrsam. Insgesamt waren rund 1800 Beamte im Einsatz.

Unter dem Motto „Hamburg sieht rot“ hatten sich rund 2200 Demonstranten am U-Bahnhof Feldstraße versammelt. Die Polizei, die mit deutlich weniger Menschen gerechnet hatte, leitete den Protestzug schon kurz nach Beginn um, weil sich Demonstranten vermummten und Böller zündeten. Begleitet von einem dichten Polizeispalier kehrten die Teilnehmer nach einer kurzen Runde an den Ausgangspunkt in der Feldstraße zurück.

Dort eskalierte die Situation. Einsatzkräfte seien „massiv angegriffen“ worden, erklärte Polizeisprecher Mirko Streiber. Mit Fahnenstangen hätten Teilnehmer auf die Beamten eingeschlagen. „Die Aggression hat sich ein Mal richtig entladen.“ Die Angriffe seien ungewöhnlich heftig gewesen – „mit allem, was die Demonstranten mithatten“. Die Polizei löste die Versammlung auf und ging mit Wasserwerfern gegen die Teilnehmer vor.

Im Schanzenviertel wurden kleinere Barrikaden errichtet und angezündet und zwei Autos in Brand gesetzt. Schaufenster gingen zu Bruch, auch die Scheiben des SPD-Büros auf St. Pauli wurden beschädigt. Einige Ladenbesitzer hatten ihre Geschäfte aber bereits zuvor mit Holzlatten gesichert. Im Schanzenviertel kehrte dann jedoch relativ schnell Ruhe ein. Die Stadtreinigung rückte bereits wenige Stunden nach dem Einsatz aus.

Nach dem Ende der Demo gingen Unterstützer der sogenannten Lampedusa-Flüchtlinge spontan auf die Straße. Mehr als 800 Menschen zogen von einer derzeit nicht genutzten Schule im Karolinenviertel, die einige von ihnen nach eigenen Angaben zuvor besetzt hatten, in Richtung Feldstraße. Sie riefen „Kein Mensch ist illegal – Bleiberecht überall“ und „Feuer und Flammen den Abschiebebehörden“. In der Walpurgisnacht war es weitgehend friedlich geblieben. Bei einer Demo linker Gruppen mit mehr als 1300 Teilnehmern kam es nur zu kleineren Zwischenfällen. Erst kurz vor Weihnachten war es in Hamburg bei einer Demonstration für den Erhalt der „Roten Flora“ zu den schwersten Ausschreitungen seit Jahren gekommen.

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erstellt am 02.05.2014 | 08:28 Uhr

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