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EM-Fanfest 2016 in Hamburg : Public Viewing auf Heiligengeistfeld: Feiern, solange Deutschland gewinnt

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Alle EM-Spiele der deutschen Nationalmannschaft werden übertragen - und ein bisschen mehr. Die Einzelheiten zum Public Viewing in Hamburg.

Nur gut, dass Andy Grote keiner von Jogis Jungs ist. Zum Elfmeterschießen ist Hamburgs Sport- und Innensenator nur bedingt zu gebrauchen, wie er bei der Vorstellung des Fanfest-Programms gestern demonstrierte. Im Show-Shoot-out scheiterte mit John Ment scheiterte der SPD-Mann gleich zweimal an den dünnen Beinchen des „Radio Hamburg“-Moderators und Marathonläufers. Ansonsten aber war's der Sportsenator mehr als zufrieden, schließlich konnte er nun doch ein weiteres Sommermärchen in Hamburg ankündigen. Discounter Lidl war im letzten Moment als Sponsor eingesprungen und hatte die Fansause auf dem Heiligengeistfeld gesichert.

Zwischenzeitlich stand das „Public Viewing“ auf der Kippe, weil ein Sponsor abgesprungen war. Ein Discounter sprang ein und darf die Veranstaltung dafür „Lidl Viewing“ nennen. Weiterer Sponsor ist die Carlsberg Brauerei.

Zum größten Public Viewing nach der Berliner Fanmeile erwartet Veranstalter Uwe Bergmann wieder bis zu 50.000 begeisterte Besucher pro Tag. Allerdings werden deutlich weniger Spiele gezeigt als bei vergangenen Fußball-Großevents. Diesmal öffnet das Fanfest nur an Spieltagen des amtierenden Weltmeisters. Bergmann: „Scheidet Deutschland aus, ist die Veranstaltung zu Ende.“

Los geht’s am Sonnabend, 12. Juni, bereits um 14 Uhr. Deutschland spielt am Abend (Anstoß: 21 Uhr) gegen die Ukraine, vorher flimmern die Spiele der Türkei und Polens über die nochmals vergrößerte Videowand. Die weiteren festen Termine sind Donnerstag, 16. Juni, (gegen Polen, geöffnet ab 19 Uhr) sowie Dienstag, 21. Juni (gegen Nordirland, ab 16 Uhr). Ob und wann es weitere Übertragungen gibt, hängt vom Abschneiden der deutschen Elf ab.

Der Sponsor sorgt mit niedrigen Getränkepreisen für eine Überraschung. Lidl-Regionalgeschäftsführer Joachim Florack: „Ein Halbliterflasche Wasser gibt es für zehn Cent, Softdrinks für 20 Cent.“

Der Eintritt zum Fanfest selbst bleibt frei. Besucher müssen sich an den Eingängen allerdings strengeren Eingangskontrollen unterziehen als bisher. Bergmann: „Jeder wird abgetastet und muss sein Tasche vorzeigen.“ Die Mitnahme von gefährlichen Gegenständen und von Getränken ist untersagt. Laut Innensenator Grote hat die Polizei ihr Sicherheitskonzept der erhöhten Terrorgefahr angepasst. Angaben zur Anzahl der Einsatzkräfte machte der Senator nicht. Dem Vernehmen nach stehen zwei Hundertschaften in Bereitschaft. Veranstalter Bergmann ist auch aus diesem Grund nicht bange. „Das Heiligengeistfeld ist vermutlich der sicherste Ort, um Fußball zu gucken.“

Zugelegt haben die Veranstalter beim Thema Barrierefreiheit. Außer dem Podest für Rollstuhlfahrer gibt es diesmal auch einen Livereporter für Blinde sowie einen Gebärdendolmetscher für Hörgeschädigte.

Und wer wird nun Europameister, Herr Sportsenator? Andy Grote hält große Stücke auf Frankreich, England - und Deutschland. „Und wenn Deutschland ins Endspiel kommt, dann gewinnt es auch.“

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erstellt am 02.Jun.2016 | 17:33 Uhr

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