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Hamburg im Abstiegskampf : Prügel im Tabellenkeller: Wie „unabsteigbar“ kann der HSV noch sein?

vom

Nur noch wenige Spieltage – und die Hanseaten rutschen ganz tief in den Tabellenkeller. Ob selbst Magath oder Tuchel das ändern können, bleibt fraglich.

shz.de von
erstellt am 13.Apr.2015 | 09:01 Uhr

Hamburg | Felix Magath ist „grundsätzlich immer bereit“, dem Hamburger SV zu helfen. Das sagte der ehemalige Spieler, Manager und Trainer der Hanseaten am Sonntagabend im Sportclub des NDR. „Aber das ist nicht meine Entscheidung. Entscheiden, das machen ja andere beim HSV“, sagte Magath, der seit seinem vorzeitigen Ende beim FC Fulham aus England ohne Anstellung ist.

Die Hanseaten rutschten am Wochenende durch das 0:2 gegen den VfL Wolfsburg auf den letzten Platz ab. Dem Verein droht sechs Spieltage vor dem Saisonende der erstmalige Abstieg aus der Bundesliga.

Nach dem Auftritt der Mannschaft Samstag gegen den VfL Wolfsburg fällt es allerdings auch Magath schwer zu sehen, „wie man an das rettende Ufer kommen soll“. Sechs Spieltage vor Schluss ist der HSV Tabellenletzter der Fußball-Bundesliga mit vier Punkten Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsrang.

Die Partie gegen Wolfsburg sei „das Spiel eines Absteigers“ gewesen, sagte Magath. „Von der Mannschaft kam nichts.“ Dringend notwendig sei nun, dass man sich darauf besinne, „dass man im Abstiegskampf steht“.

Die Krise geht auch den Spielern an die Nerven. Die „Bild“-Zeitung berichtet von einer Prügelei zweier HSV-Spieler in der Halbzeitpause:  Valon Behrami (29) und Johan Djourou (28) sollen in der Kabine aufeinander losgegangen sein und sich geprügelt haben. Auslöser war die Leistung vor der Pause. „Auf Französisch brüllten sich die beiden vermeintlichen Führungsspieler schon auf dem Weg in die Kabine an“, schreibt „Bild“. Die Wolfsburger Spieler sollen das mitangehört haben.

Die „Mopo“ hat den Verein bereits aufgegeben.

Auch Sky Sport tritt nach.

Unterdessen reißt die Diskussion um Thomas Tuchel nicht ab: Der Wunsch-Trainer ist laut seinem Berater grundsätzlich offen für ein Engagement beim Hamburger SV. „Thomas würde den HSV gerne machen, wenn gewisse Voraussetzungen stimmen“, sagte Olaf Meinking der „Süddeutschen Zeitung“. Demnach soll es bei diesen Voraussetzungen aber nicht um den Verbleib des derzeitigen Tabellenletzten in der Fußball-Bundesliga gehen, sondern um Tuchels Kompetenzen in dem Krisen-Club.

Laut SZ könnte eine Entscheidung Tuchels bald bevorstehen. Der 41-Jährige hat in dieser Saison eine Pause eingelegt, sein Vertrag beim Hamburger Liga-Konkurrenten FSV Mainz 05 gilt aber noch immer.

Der aktuelle Interimscoach Peter Knäbel ist nach Mirko Slomka und Josef Zinnbauer der dritte HSV-Trainer in dieser Spielzeit. In zwei Spielen holte er bislang keinen Punkt, die Mannschaft schoss kein Tor, kassierte dafür aber sechs Treffer.

Ob ein erneuter Trainerwechsel den HSV vor dem Abstieg retten kann, bezweifeln die Fans mittlerweile. Die HSV-Fans spalten sich in zwei Lager:

Die einen halten tapfer durch, hegen gar noch Hoffnung – und würden auch in der zweiten Liga zu ihrem HSV stehen. Einige äußern Unverständnis darüber, dass die Spieler als „Versager“ und „Scheiß-Millionäre“ beschimpft werden.

Wir wollen euch nicht bloß stellen, wir wollen euch nicht beleidigen. Wir lieben diesem Verein und wollen das beste für...

Posted by Commando Volkspark on Samstag, 11. April 2015

Manche sind nur noch gefrustet.

Andere sehen den Untergang des „Ligadinos“ mit Galgenhumor.

(mit dpa)

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