St. Pauli : Prostituierte betrügen Freier um mindestens 100.000 Euro

Da wurde der Sex teurer als gedacht: Mehrere Prostituierte aus Hamburg sollen ihre Freier betrogen haben. Diese hatten den Frauen ihre Geheimnummern verraten.

shz.de von
27. Januar 2015, 18:10 Uhr

Hamburg | Prostituierte sollen Freier auf dem Kiez in Hamburg-St. Pauli über Monate bei der Abrechnung mit Kreditkarten betrogen haben. Die Polizei schätzte den Schaden am Dienstag auf mindestens 100.000 Euro. Die Dunkelziffer dürfte weitaus höher liegen, erklärte ein Sprecher. Eine 24-Jährige sitzt seit vergangenem Donnerstag in Untersuchungshaft.

Als besonderen „Service des Hauses“ hätten sich die Prostituierten um die Abrechnung des Liebeslohns gekümmert. Sie hätten die Freier aufgefordert, die PIN ihrer EC- oder Kreditkarte in ein Smartphone einzutippen. Dann hätten sie häufig bis zum Tageslimit Bargeld vom Konto des Freiers abgehoben. Die Betroffenen hätten den Betrug in der Regel nicht gleich bemerkt.

Die Polizei ermittelt seit vergangenem Oktober. Die Beamten überprüften mehrere Zimmer von Prostituierten und führten Beratungsgespräche mit potenziellen Freiern. Das Landeskriminalamt werde diese Präventionsmaßnahmen fortsetzen, hieß es.

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