Präsidialer Empfang für Albig im Baltikum

Stadtrundgang in Riga: Ministerpräsident Torsten Albig (3.v.l.) und Europaministerin Anke Spoorendonk (2.v.r.).   Foto: dpa
Stadtrundgang in Riga: Ministerpräsident Torsten Albig (3.v.l.) und Europaministerin Anke Spoorendonk (2.v.r.). Foto: dpa

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08. Mai 2013, 03:59 Uhr

Riga | Es ist die Suche nach Gemeinsamkeiten, die Torsten Albig (Foto) ins Baltikum treibt. Am ersten Tag seiner Reise in die drei baltischen Länder hat der schleswig-holsteinische Ministerpräsident in Lettland mehr als genug Gelegenheit dazu. Empfangen wird er wie ein Staatsgast. "Was für ein schöner Blick", sagt Albig, als er von Staatspräsident Andris Berzins im Lübeck-Saal in der Präsidialkanzlei in Riga begrüßt wird. Erinnerungen an die starke Verbindungen zwischen den Ostseestaaten zu Zeiten der Hanse wird in Bildern Ausdruck verliehen. Dass es wieder so werden soll, daran lassen die lettischen Spitzenpolitiker, die Albig trifft, keinen Zweifel. "Lettland ist ein investitionsfreundliches Land", wirbt Ministerpräsident Valdis Dombrovskis. Die Letten interessierten sich sehr für duale Ausbildungsgänge in Betrieben und an Hochschulen. "Und auch was das Know-how in der Abfallwirtschaft angeht, können Schleswig-Holsteiner beratend tätig sein", sagt der schleswig-holsteinische Ministerpräsident. Albig verfolgt interessiert den Ausführungen des Ministerpräsidenten, der in der Finanzkrise 30 Prozent der Staatsbediensteten entlassen und den restlichen das Gehalt um 40 Prozent gekürzt hat, um das Land zu konsolidieren. "Und trotzdem wurde er wieder gewählt", sagt Albig. Es zeige aber, dass eine Gesellschaft einen Sparkurs solidarisch mittragen könne. Da enden doch die Gemeinsamkeiten - vorerst.

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