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Flughafen Hamburg : Pilotenstreik bei Germanwings beendet

vom

30 Flüge fielen in Hamburg am Freitag aus. Am Wochenende soll alles reibungslos laufen.

Hamburg | Der zweitägige Pilotenstreik bei der Fluggesellschaft Germanwings ist beendet. Die Lufthansa-Tochter teilte am Morgen mit, dass sie am Samstag einen reibungslosen Flugbetrieb erwarte. Am Donnerstag und Freitag waren etwa 40 Prozent der Flüge ausgefallen. Rund 80 Prozent der Fluggäste seien allerdings ans Ziel gekommen, indem sie zum Beispiel auf andere Fluggesellschaften umgebucht wurden, hieß es bei Germanwings. Dem Unternehmen sei dennoch ein enormer wirtschaftlicher Schaden entstanden.

Der zweitägige Ausstand der Kapitäne und Co-Piloten endete wie angekündigt um Mitternacht. „Dann geben wir der Lufthansa Zeit, sich vielleicht mit einem Angebot bei uns zu melden, das dann endlich einmal verhandlungsfähig sein sollte“, sagte ein Sprecher der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit in Frankfurt bereits am Freitag. Die Piloten sperren sich unter anderem gegen eine Reform ihrer Übergangsrenten bis zum Renteneintritt. Es ist aber auch ein Vielzahl weiterer Tarifthemen ungelöst - und es gibt einen heftigen Streit über den künftigen Kurs bei Europas größtem Luftfahrtkonzern. Es war bereits der elfte Streik in diesem Konflikt seit April 2014.

Am Hamburger Flughafen waren am Freitag bei Germanwings 30 von 55 geplanten Flügen wegen des Pilotenstreiks ausgefallen, am Donnerstag waren es 21 von 50 Flügen.

Es sei gelungen, mit dem Streik den wirtschaftlichen Druck auf die Lufthansa zu erhöhen, sagte ein Sprecher der Vereinigung Cockpit (VC) am Samstag. Er forderte von dem Konzern „endlich ein verhandlungsfähiges Angebot“. Geschehe das nicht, „werden wir über weitere Maßnahmen nachdenken“.

Verdi-Chef Frank Bsirske warf der Pilotengewerkschaft vor, die zwischen der Konkurrenz aus Billigfliegern und Airlines vom Golf eingeklemmte Lufthansa in „eine Gefährdungssituation zu bringen“: Die Piloten verteidigten „eine richtig luxuriöse Alterssicherungsregelung“, sagte Bsirske dem Südwestrundfunk (SWR). Das sei nicht im Interesse der anderen Beschäftigtengruppen.

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erstellt am 14.Feb.2015 | 09:47 Uhr

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