Friedensbewegung : Ostermarsch in Hamburg - Protest gegen Drohnen

Der Protestzug am Ostermontag in Hamburg. Foto: dpa
Der Protestzug am Ostermontag in Hamburg. Foto: dpa

Ostermarsch im Sonnenschein: In Hamburg gehen mehrere hundert Menschen gegen Auslandseinsätze der Bundeswehr und die Anschaffung von Drohnen auf die Straße.

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02. April 2013, 11:17 Uhr

Hamburg | Mehrere hundert Menschen haben sich am Montag in Hamburg an einem Ostermarsch beteiligt. Die Demonstranten forderten ein Verbot aller Rüstungsexporte und das Ende von Auslandseinsätzen der Bundeswehr. "Wir dürfen den selbsternannten Eliten nicht die Politik überlassen", sagte Markus Gunkel vom Hamburger Forum für Völkerverständigung und weltweite Abrüstung auf einer Kundgebung.

Bei den Auslandseinsätzen der Bundeswehr gehe es nur um Rohstoffsicherung. Nach einer kurzen Kundgebung zog der Protestzug, an dem sich nach Polizeiangaben rund 450 Menschen beteiligten, zum Stadtteil St. Georg. Ostermärsche gibt in Hamburg seit 1960.

250 Menschen demonstrieren in Schleswig-Holstein

Bei Ostermärschen in Schleswig-Holstein hatten Friedensaktivisten bereits am Samstag demonstriert und die Bundeswehr aufgefordert, auf die Anschaffung bon Drohnen zu verzichten. In Wedel beteiligten sich 150 Menschen am Ostermarsch, in Kiel etwa 100.

In Kiel kritisierten die Ostermarschierer den Konzern Thyssen-Krupp, der sich verstärkt der Produktion von Rüstungsgütern widme. Mit dem Export Kieler U-Boote - gebaut von ThyssenKrupp Marine Systems (früher HDW) - würden die Spannungen in der Welt verschärft. In Wedel hieß es, "die Ausrüstung der Bundeswehr mit modernsten Angriffswaffen wie Kampfdrohnen lehnen wir ab und fordern eine weltweite Ächtung".

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