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Spiele in Hamburg? : Olympia wagen

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Deshalb sollte sich Hamburg für die Spiele bewerben. Ein Kommentar von Markus Lorenz.

Barcelona, Sydney, Rio de Janeiro – wie gern sieht sich Hamburg in einer Reihe mit diesen und anderen Weltstädten. Freilich: Die genannten Metropolen können vorweisen, was Hamburg (noch) fehlt – eine Olympia-Gastgeberschaft. Seit Jahrzehnten schon liebäugeln Wirtschaft und Politik an der Elbe mit einer Bewerbung um das größte Sportfest der Welt. Und obwohl die olympische Idee aktuell eine ihrer größten Krisen erlebt, gilt: Jetzt erst recht. Selten schien die Zeit so günstig für einen beherzten Griff nach den Ringen. Gewiss: Olympia ist derzeit kein Gewinnerthema, siehe das Bürger-Nein zu Winterspielen in München. Sportliche Mega-Events gelten einer Mehrheit der Deutschen als kalte Profitmaschinen, gesteuert von einer korrupten Funktionärskaste und vergeben an zwielichtige Potentaten und Halbdemokraten. Alles richtig – und doch kein Grund, die großartige Idee eines weltumspannenden und friedensstiftenden Sports abzuhaken. Handelskammerpräses Fritz Horst Melsheimer hat Recht: Bewirbt sich Hamburg mit einem nachhaltigen und finanziell soliden Konzept, bei dem die Bürger umfassend mitreden dürfen, dann überwiegen die Chancen die Risiken um einiges. Hamburg verbindet seit jeher Internationalität mit dem Mut zu realistischen Visionen. Sommer-Olympia an Elbe und Alster ist so ein Traum, der im Tatsächlichen wurzelt. Schon der Bewerbungsprozess brächte einen willkommenen Schub für die Stadtentwicklung. Denn noch fehlt es an einer großen Idee für die Zeit nach Fertigstellung der HafenCity. Ein Olympia-Versuch wäre schließlich auch ideal, um die Metropole noch stärker mit ihrem Umland zu vereinen. Denn Schleswig-Holstein und die anderen Nachbarländer würden Teil der Spiele sein. Ohne jede Überheblichkeit gilt: Was Barcelona, Sydney und Rio können, das kann die Region Hamburg allemal. Sie muss nur wollen.

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erstellt am 02.Jan.2014 | 08:01 Uhr

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