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Bewerbung für Olympia 2024 : Olympia-Gipfel in Hamburg: Heiße Phase eingeläutet

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40 Persönlichkeiten diskutieren in der Hamburger O2 World über die Vorteile und Tücken der Olympia-Bewerbung.

shz.de von
erstellt am 18.Feb.2015 | 16:00 Uhr

Hamburg | Mit einem Olympia-Gipfel hat Hamburg am Mittwoch die heiße Bewerbungsphase um den nationalen Zuschlag für die Spiele 2024 eingeläutet. „Wir wollen das Signal senden, dass Hamburg es sich zutraut, Olympische und Paralympische Spiele durchzuführen“, sagte Sportsenator Michael Neumann (SPD) in der O2 World bei der Diskussion unter 40 Persönlichkeiten. Wichtig sei eine gute Kostenkalkulation: „Wir wollen keine zweite Elbphilharmonie nach Hamburg holen.“ Bei der Kulturstätte sei der Kardinalfehler gemacht worden, am Anfang nicht alle Bauabschnitte durchzuplanen. Das wolle man bei Sommerspielen vermeiden.

Allein 800.000 Euro hat Unternehmer Alexander Otto in den vergangenen Wochen in der Wirtschaft für vielfältige Olympia-Aktionen gesammelt. „Ich spüre eine Olympia-Begeisterung in Hamburg, die nicht von oben verordnet ist, sondern aus vielen privaten Initiativen entstand.“

Bedenken äußerte Gunther Bonz, der Präsident des Unternehmensverbandes Hafen Hamburg: „Persönlich bin ich dafür und erwarte, dass es für die Stadt einen Schub gibt. Meine Sorge ist, dass die Verlegung der Betriebe mit zweieinhalbtausend Beschäftigten im Hafen zu bewältigen ist. Wir haben dafür nur neun Jahre Zeit.“

Für die Grünen äußerte der Vorsitzende der Bürgerschaftsfraktion, Jens Kerstan, nur wenig Kritik: „Ich halte das Konzept für ein Gutes. Sehr entscheidend wird in den nächsten Wochen sein, was es kostet. Wir wollen nicht mit Katzenjammer aufwachen.“ Für die Nachhaltigkeit trat Polarforscher Arved Fuchs ein: „Wir müssen neue Wege gehen, den Gedanken der Nachhaltigkeit einbauen und eine neue Basis finden. Ich sehe es als Chance, den olympischen Gedanken auf eine zeitgemäßere Form zu bringen.“

Ex-St.-Pauli-Präsident Corny Littmann präsentierte ein Plakat, auf dem sich acht Intendanten gemeinsam pro Olympia aussprechen. „London zeigt, dass Olympische Spiele nicht nur ein Sport-, sondern auch ein Kulturereignis sind“, sagte der Theaterchef. Die Bewerbung entwickele eine unglaubliche Dynamik in der Kultur: „Das packt uns.“

Am 21. März entscheidet der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB), ob Deutschland mit Hamburg oder Berlin in das Bewerbungsrennen für 2024 ziehen wird. Zuvor will der DOSB bereits Ende Februar Meinungsumfragen in den Städten abhalten. „Es gibt nichts Größeres in der Welt des Sports als Olympia, da spielt die Emotion eine große Rolle“, sagte der frühere Tennisprofi Michael Stich. Er unterbreitete den Vorschlag, ein junges Athleten-Team für 2024 aus dem Norden zu benennen, das die Chancen hätte, sich sportlich zu qualifizieren.

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